Deutschland

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Kabinettsbeschluss: Strengere Regeln für Managergehälter

Das Kabinett will das Aktienrecht ändern und dadurch Managergehälter in Deutschland begrenzen. Aktionäre sollen mehr Kontrollrechte über Bezüge des Vorstands bekommen. Eine gesetzliche Obergrenze lehnen die Minister ab.

Wer wie viel Euro mit nach Hause nimmt – darüber sollen die Aktionäre entscheiden. Quelle: dpa
Wer wie viel Euro mit nach Hause nimmt – darüber sollen die Aktionäre entscheiden. Quelle: dpa

BerlinAm Anfang stand das Schweizer „Anti-Abzocke-Gesetz“ plus anschließender Managergehälter-Debatte in Deutschland. Am Mittwoch sprach sich nun das Bundeskabinett für strengere Regeln bei der Vergütung des Spitzenpersonals aus. Beschlossen wurde eine Verschärfung des Aktienrechts. Aktionäre sollen damit künftig mehr Kontrollrechte über Bezüge des Vorstands bekommen.

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Demnach soll die Hauptversammlung börsennotierter Firmen einmal jährlich über die komplette Vergütung des Vorstands entscheiden und nicht mehr wie bisher der Aufsichtsrat. Dabei sollen auch Höchstgrenzen bekannt sein, wie viel ein Topmanager maximal erreichen kann. Eine gesetzliche Obergrenze soll es aber nicht geben. Der Bundestag muss den Plänen der Regierungskoalition aus Union und FDP noch zustimmen.

Vor allem die FDP hatte nach einer Volksabstimmung in der Schweiz Druck für die jetzt angegangene Änderung der Vorschriften für Managergehälter gemacht. Die Schweizer hatten Anfang März die „Volksinitiative gegen die Abzockerei“ gebilligt, nach der Aktionäre in der Hauptversammlung jedes Jahr neu über die Höhe der Managervergütungen von börsennotierten Firmen entscheiden sollen.

Im Nachbarland hatten Pläne für heftige Debatten gesorgt, dem zurückgetreten Chef des Pharmakonzerns Novartis, Daniel Vasella, eine Abfindung von umgerechnet fast 60 Millionen Euro unter der Auflage zu geben, einige Jahre nicht für die Konkurrenz zu arbeiten.

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