Kabinettumbildung ist «Kanzlersache»
Müntefering will als SPD-Chef die Basis stärker einbinden

Franz Müntefering setzt als künftiger SPD-Chef auf Teamarbeit. Mit Kanzler Schröder werde er ein "kraftvolles Duo" bilden, und innerhalb der Partei soll die Basis wieder mehr an Entscheidungen beteiligt werden.

HB BERLIN. Der designierte SPD-Vorsitzende Franz Müntefering sieht Bundeskanzler Schröder und sich als «kraftvolles Duo», das gut zusammenarbeiten werde. Wenn es dennoch Konflikte gäbe, «würde die Tür immer zu sein, hinter der wir die Dinge diskutieren. Und wenn wir herauskommen, sind wir uns einig», so der künftige Parteichef in «Bild am Sonntag».

Die Aufgabenverteilung sei ohnehin klar: «Das Regierungshandeln wird im Kabinett entschieden», sagte Müntefering der Zeitung. Die SPD werde sich jedoch weiter selbstbewusst positionieren: «Die Partei gibt die Richtung an.»

Zu einer möglichen Umbildung des Kabinetts sagte Müntefering, diese Entscheidung überlasse er Schröder. «Das ist Kanzlersache.»

Der künftige SPD-Vorsitzende kündigte an, die derzeit spürbare Missstimmung in der Partei dadurch zu verbessern, dass er die Landes- und Bezirksverbände wieder stärker einbeziehe. «Die Partei ruht nicht nur auf wenigen Schultern. Alle sind in der Verantwortung», zitiert ihn das Blatt. Hilfreich sei dabei die Tatsache, dass er «mehr Zeit für die Partei als Gerhard Schröder» habe.

Bei seiner Arbeit wolle er sich an dem früheren SPD-Vorsitzenden Hans-Jochen Vogel orientieren, sagte Müntefering. «Er war manchmal anstrengend, aber integer, nachdenklich und umsetzungsstark. Bei ihm konnte man solides Handwerk erleben, meisterlich.»

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%