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Grüne warnen vor SPD-Wahl

Die Grünen verfolgen im Wahlkampfendspurt eine neue Strategie: Parteichef Bütikofer will Wechselwähler von einer Stimmabgabe für die SPD abbringen.

HB BERLIN. Aus Sicht der Grünen könnten Stimmen für die SPD einer großen Koalition der Union mit den Sozialdemokraten zu gute kommen. "Wer jetzt die SPD wählt, weiß nicht, was er hinterher dafür kriegt", sagte der Vorsitzende der Grünen, Reinhard Bütikofer, der "Süddeutschen Zeitung". Wer seine Stimme der SPD gebe, müsse befürchten, Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel ins Kanzleramt zu verhelfen.

"Mit einer Zweitstimme für die Grünen muss man diese Sorgen nicht haben", sagte der Grünen-Chef. Er warne vor einer großen Koalition, in einem Bündnis mit der Union wäre die SPD nicht progressiv, sondern eher muffig. Eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP schloss er aus. Zur Frage, ob er nie einem Bündnis aus SPD, Linkspartei und Grünen zustimmen würde, antwortete er, wer wisse, ob er noch Parteichef sei, wenn diese Frage sich stelle.

Der frühere nordrhein-westfälische Ministerpräsident Peer Steinbrück hatte sich zuvor für eine Zusammenarbeit mit der Union nach der Wahl in zentralen politischen Bereichen ausgesprochen. Der SPD-Vize Kurt Beck hatte sich gegen Festlegungen auf eine bestimmte Koalition nach der Wahl ausgesprochen. Parteichef Franz Müntefering lehnte dagegen Spekulationen über mögliche Bündnisse ab. In jüngsten Umfragen halten sich die Stimmen für Union/FDP einerseits und SPD, Grüne und Linkspartei andererseits die Waage.

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