Kampf für Menschenrechte
Gauck fordert größere Bereitschaft zu Militäreinsätzen

Bundespräsident Joachim Gauck hat sich erneut dafür ausgesprochen, dass Deutschland mehr internationale Verantwortung übernimmt - und dabei notfalls auch zu militärischen Mitteln greift.
  • 13

BerlinBundespräsident Joachim Gauck fordert von Deutschland eine größere Bereitschaft zur Beteiligung an internationalen Militäreinsätzen. Deutschland stehe an der Seite der Unterdrückten, sagte Gauck am Samstag dem Deutschlandradio Kultur: "Und in diesem Kampf für Menschenrechte oder für das Überleben unschuldiger Menschen ist es manchmal erforderlich, auch zu den Waffen zu greifen." International brauche es Kräfte, um Verbrecher oder Despoten zu stoppen. "Und dann ist als letztes Mittel manchmal auch gemeinsam mit anderen eine Abwehr von Aggression erforderlich", sagte der Bundespräsident.

"Deshalb gehört letztlich als letztes Mittel auch dazu, den Einsatz militärischer Mittel nicht von vornherein zu verwerfen", fügte das Staatsoberhaupt zu. Als ein Vorbild nannte er Norwegen, dem er zuvor einen dreitägigen Staatsbesuch abgestattet hatte. Dort habe er auf allen politischen Ebenen ein Ja zu einem aktiveren Deutschland gehört. Nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch außerhalb werde die Frage gestellt: "Handelt ihr entsprechend eurer Bedeutung?"

Gauck hatte bereit im Januar bei der Münchner Sicherheitskonferenz eine aktivere Rolle Deutschlands in der internationalen Politik angemahnt. "Die Bundesrepublik sollte sich als guter Partner früher, entschiedener und substanzieller einbringen", hatte er damals gesagt. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte sich dieser Forderung angeschlossen.

Dem Sender sagte Gauck, es habe früher eine gut begründete Zurückhaltung der Deutschen gegeben, sich international entsprechend der Größe oder wirtschaftlichen Bedeutung Deutschland einzulassen: "Aber heute ist Deutschland eine solide und verlässliche Demokratie und ein Rechtsstaat."

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Kampf für Menschenrechte: Gauck fordert größere Bereitschaft zu Militäreinsätzen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Gauck+Von der Leyen sind ein liebes kriegsbefoerderndes Paar.Das sie nachstreben was die deutsche Bevoelkerung nicht will stoert sie nicht weil Von der Leyen will Show machen und als Minister beruflich glaenzen, sie hat kuerzlich die USA (Kriegstempel) besucht und ist dort weiter stimuliert. Gauck ist ein theoretischer Pastor der traeumend Karriere machen will,beide auf Kosten der deutschen Bevoelkerung.Ganz behilflich ist das deutsche Parlament unter Fuehrung der CDU/CSU das in enger Zusammenarbeit mit USA viele Konflikte weltweit stiftet wie Syrien,Ukraine,Egypten,Iran,Tuerkei,NordKorea,Lybien,Somalia,Kosovo,Yemen,Kenia,Palestina.Also die Chancen fuer das Kriegspaar stehen sehr gut

  • Gauck ruft die Deutschen zu den Waffen
    -----------------
    Was hat er sich dabei gedacht, als er diesen Satz aussprach? Es ist schon an Peinlichkeit nicht mehr zu übertreffen. Und das noch als ehemaliger "Pastor"! Er sollte sich lieber für den Frieden aussprechen. Wie lautet das Motto der "Grünlinge"? "Nie wieder Krieg"! Aber sie schichten deutsche Soldaten in den Kosovo und nach Afghanistan.

  • Die einfachst Lösung des Problems: Gebt dem Herrn eine Knarre in die Hand, karrt ihn in die Ostukraine. Da kann er dann seinem Wunsche persönlich nachkommen.
    Und ansonsten möge er seine Umwelt bitte zufrieden lassen..

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%