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Kampf um Bellevue: Die heißesten Kandidaten für die Wulff-Nachfolge

Nach dem Rücktritt Christian Wulffs geht die Debatte um seinen Nachfolger im Schloss Bellevue in die entscheidende Phase. Welche Namen im Spiel sind.

Nach dem Rücktritt Christian Wulffs vom Amt des Bundespräsidenten muss schnell ein Nachfolger gefunden werden. Laut Bundeskanzlerin Merkel streben Regierung und Opposition einen gemeinsamen Kandidaten an. Medienberichten zufolgen haben die Parteien schon vor Wochen die Köpfe zusammengesteckt, wer es denn werden könnte. Ein geeigneter überparteiliche Kandidat könnte erneut Joachim Gauck werden, der 2010 Wulff bei der Entscheidung um das Bundespräsidentenamt nur knapp unterlegen war. Lediglich die Linke kündigte bereits an, Gauck nicht zu unterstützen. Der Theologe Gauck war Bürgerrechtler in der DDR und saß in der letzten, der einzigen frei gewählten DDR-Volkskammer. Der 72-jährige Rostocker leitete zehn Jahre lang die Stasi-Unterlagenbehörde und machte sich als Publizist einen Namen. Seine Kandidatur für SPD und Grüne für das Präsidentenamt 2010 brachte ihm über die Parteigrenzen hinweg hohes Ansehen ein. Doch gilt als fraglich, ob Schwarz-Gelb jemanden wählen würden, den sie vor zwei Jahren noch abgelehnt haben. Auch die Linkspartei dürfte sich kaum umstimmen lassen. Favorit der Opposition.

Quelle: dapd