Kampf um Stellen zum Exempel erklärt
IG Metall geht's bei Siemens ums Prinzip

Beim Streit um die mögliche Verlagerung von tausenden Siemens-Arbeitsplätzen in Billiglohnländer geht es der IG Metall nicht allein um die gefährdeten Stellen. Die Gewerkschaft hat den Kampf längst zur Richtungsentscheidung über die Zukunft des Standorts Deutschland erklärt.

HB NÜRNBERG. Konzern-Gesamtbetriebsratschef Ralf Heckmann wiederholte zugleich Berechnungen, wonach bei dem Münchener Traditionsunternehmen mittelfristig „einige zehntausend“ Stellen - und damit deutlich mehr als vom Management genannt - bedroht sind.

„Siemens stellt wie kein anderer internationaler Konzern mit deutscher Heimatbasis den Standort in Frage, der Siemens so groß gemacht hat“, sagte IG Metall-Vize Berthold Huber am Freitag vor rund 380 Siemens-Arbeitnehmervertretern in Nürnberg. Der Konzern habe sich an die Spitze einer politischen Richtung gestellt und sich damit selbst zum Exempel gemacht. Angesichts geringen Wirtschaftswachstums und leerer Kassen sei die von Siemens angekündigten Stellenverlagerungen sowie die von den Beschäftigten geforderte Umverteilung zugunsten der Konzernkasse unsozial und ökonomisch falsch. „Offensichtlich zählt nur der kurzfristige Gewinn, eine nachhaltige Unternehmenspolitik nichts.“

Siemens hatte vor wenigen Wochen erklärt, im Inland seien rund 5000 Stellen bedroht. Zugleich haben die Münchener angekündigt, um den Erhalt der Stellen zu kämpfen, hierfür an den jeweiligen Standorten aber Zugeständnisse wie die Einführung der 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich oder Einschränkungen beim Weihnachts- und Urlaubsgeld gefordert.

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