Bundeswehr bekommt „Tiger“ für Afghanistan

Kampfhubschrauber
Bundeswehr bekommt „Tiger“ für Afghanistan

Nach jahrelangem Warten sind die „Tiger“ da: die ersten Kampfhubschrauber der Bundeswehr in Afghanistan. Obwohl der Nato-Kampfeinsatz in zwei Jahren enden soll, sieht die Bundeswehr Bedarf für die Hightech-Helikopter.
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Masar-i-ScharifElf Jahre nach Beginn des Einsatzes in Afghanistan hat die Bundeswehr dort erstmals eigene Kampfhubschrauber. Zwei Helikopter des Typs „Tiger“ kamen am Freitagmorgen im nordafghanischen Feldlager Masar-i-Scharif an. Die französischen Streitkräfte setzen den kampfstarken „Tiger“ bereits seit mehreren Jahren in Afghanistan ein.

Transportiert wurden die Hubschrauber an Bord eines „Antonow“-Transportflugzeugs, das am Donnerstag vom Flughafen Leizig/Halle aus gestartet war. Noch vor Weihnachten sollen zwei weitere „Tiger“ folgen. Im Frühjahr sollen zusätzlich vier Sanitätshubschrauber des Typs „NH-90“ zur Bundeswehr nach Afghanistan gebracht werden. In zwei Jahren soll der Nato-Kampfeinsatz in Afghanistan enden.

Die deutschen „Tiger“ werden zunächst eineinhalb Jahre in Afghanistan bleiben. Mit ihnen schickt die Bundeswehr 60 Soldaten in den Norden des Landes, darunter 6 Piloten. Weitere 60 Soldaten werden für die Sanitätshubschrauber entsendet. Die „Tiger“ sollen im Februar voll einsatzbereit sein. Trotz der verhältnismäßig ruhigen Sicherheitslage in Nordafghanistan sieht die Bundeswehr Bedarf für den Kampfhubschrauber in ihrem Einsatzgebiet.

„Auch wenn es relativ ruhig ist, kommt es auch im Norden Afghanistans darauf an, den Soldaten am Boden einen bestmöglichen Schutz zu bieten“, sagte Oberst Ulrich-Werner Ott, der Kommodore des Einsatzgeschwaders Masar-i-Scharif, der Nachrichtenagentur dpa. „Wir schaffen ja auch nicht die Feuerwehr ab, nur weil es gerade nicht brennt.“ Zunächst müssten die „Tiger“ nun nach dem Transport überprüft und wieder zusammengebaut werden.

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Zum Schutz der Truppe – auch mit Waffeneinsatz

Kommentare zu "Bundeswehr bekommt „Tiger“ für Afghanistan"

Alle Kommentare
  • Das ist fatal. Wenn wir heute noch dafür als Unschuldige Kinder bestraft werden, dass Hitler am Elbros war, wieso sind wir dann am Hindukusch. Ein Schwachsinn und gefährlich - aber auch korrupt von den befürwortenden Politikern. Wir gehören da nicht hin.

  • Und zur Abrundung des Debakels schickt man auch noch 4 NH-90 Hubschrauber.

    Der kann nur auf befestigtem Grund landen. Was bei einer max Bodenfeiheit von 16 cm auch nicht verwundert.

    Die Mägelliste an dem Teil ist so lang, dass Experten der Luftlande- und Lufttransportschule folgende Empfehlung aussprachen: "Wann immer möglich sind alternative Luftfahrzeuge zur Verbringung von Infanteriekräften zu nutzen."

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Wie können die Journalisten den kastrierten deutschen "Tiger" einen "Kampfhubschrauber" nennen? Das Gerät ist nur ein KampfUNTERSTÜTZUNGSgerät. Vergleicht das mal mit der farnzösischen oder spanischen Variante: Zu einem echten Kampfhubschrauber gehört eine steuerbare Maschinenkanone und nicht anhängbare, starr angebaute Maschinengewehre. Genauso wenig wie Pioniere, Logistiker, Sanitäter, Flugabwehrschützen usw. zu den Kampftruppen zählen.
    Aber bei den heutigen links-rot-grün gestrickten Journalisten sind ja alle, die entweder eine Uniform tragen und/oder ein nichtorganisches Gerät (Stock, Schaufel, Pistole, Gewehr, Besen, Kochlöffel) tragen, Kampftruppen/ Söldner.

  • ..na der Auftrag ist doch klar:

    1. Bodenschätze für die Amis sichern

    2. weiter an der Südflanke Russlands rumzündeln, damit doch nun endlich dieser neue große Krieg beginnen kann

    Die NATO hat im nahen Osten - verteilt auf viele Länder - eine unglaubliche Militärmacht zusammengezogen. Eine eindeutige Bedrohung Russlands. Täglich kommt neues Militärmaterial in die Region. Die Lunte zum WW3 brennt.

  • Der Tiger ist ein Panzerabwehrhubschrauber für Mitteleuropa und hat trotz eines Hilfsangebots der Franzosen keine Maschinenkanone am Kinnturm. Was der in Afghanistan soll, außer ein Ziel für die Stinger-Raketen der Taliban zu werden, weiß wohl nur das Bundesverteidigungsministerium. Für die sog. "asymmetrische Kriegsführung" ist er jedenfalls nur bedingt geeignet. Aber was die Bundeswehr genau in Afghanistan zu suchen hat, ist ja auch nie wirklich erklärt worden.

  • Merkt jemand wa?

    Mittlerweile geht es nur noch um den SCHUTZ der deutschen Soldaten. Von einem Auftrag (humanitäre Hilfe, Terrorismusbekämfung, Eindämmung des Drofgenanbaus etc.) spricht selbst unsere verlogene Regierung nicht mehr.

    Gott sei Denk sind bald Wahlen - oder die Eurokrise (Volksvermögensvernichtung durch Merkels Dummdreistigkeit) schlägt durch und läßt die Bevölkerung schon vorher aufwachen.

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