Kandidat für Nachfolge von Lothar Bisky
Bodo Ramelow - der Bündnisschmied

Ein Platz in den Annalen der PDS ist Bodo Ramelow sicher - doch welcher, das entscheidet sich erst heute.

ms DÜSSELDORF. Von der Entscheidung der Landeswahlausschüsse, ob die Listen der Linkspartei zur Bundestagswahl zugelassen werden, hängt ab, ob das Bündnis mit der WASG zum Triumph oder Desaster gerät - und damit, ob Ramelow als Held oder Schurke in die Parteigeschichte eingehen wird.

Ramelow managt den Wahlkampf der in Linkspartei umgetauften PDS, und bei den schwierigen Verhandlungen mit der WASG kam ihm eine Schlüsselrolle zu. Ein "Sonderseminar Wahlrecht" sei das ganze gewesen, sagt er gern - und grinst dabei. Lange und heitere Geschichten kann er darüber erzählen, wie schwer es gewesen sei, den anderen zu erklären, wo überhaupt die Probleme liegen.

Geholfen haben könnte freilich auch die Tatsache, dass in der PDS kaum jemand so geeignet sein dürfte, die kulturelle Kluft zur WASG zu überbrücken, wie Ramelow. Der 48-jährige Fraktionschef im Thüringer Landtag kommt aus dem Westen, war lange Jahre HBV-Gewerkschaftssekretär in Mittelhessen und von daher mit dem Verhandlungsstil der tarifpokergestählten WASG-Funktionäre bestens vertraut. In die PDS ist er erst 1999 eingetreten. Jetzt gilt er als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge des amtsmüden Parteichefs Lothar Bisky. Wenn ihm nicht die Landeswahlausschüsse noch einen Strich durch die Rechnung machen.

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