Kandidatensuche für Teufels Nachfolge läuft an
Kauder gibt Amt des Generalsekretärs in Stuttgart auf

Der baden-württembergische CDU-Generalsekretär Volker Kauder hat für den kommenden April seinen Rückzug angekündigt. Seine Entscheidung erklärt der 55-Jährige mit der Rücktrittsankündigung von Ministerpräsident Erwin Teufel. Unterdessen gibt eine Umfrage dem bisherigen Fraktionschef Günther Oettinger die besten Chancen, Nachfolger Teufels zu werden.

HB STUTTGART. In der baden-württembergischen CDU steht der nächste Personalwechsel bevor. Nach der Rücktrittsankündigung von Ministerpräsident Erwin Teufel hat nun auch Generalsekretär Volker Kauder seinen Rückzug für den kommenden April angekündigt. „Der neue Landesvorsitzende muss die Möglichkeit haben, einen eigenen Generalsekretär zu berufen“, sagte der 55-Jährige am Dienstag. „Ich stehe dafür nicht zur Verfügung.“ Kauder galt als langjähriger enger Vertrauter Teufels.

Unterdessen hat sich eine erste Umfrage mit der Kandidatenfrage in Baden-Württemberg beschäftigt. Demnach ha der bisherige Fraktionschef der CDU im baden-württembergischen Landtag, Günther Oettinger, die besten Chancen, neuer Ministerpräsident des Landes zu werden. In einer am Dienstag vom Hamburger Magazin „Stern“ und dem „Reutlinger General-Anzeiger“ veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa liegt Oettinger mit 37 Prozent Zustimmung bei den Wahlberechtigten deutlich vor seiner Konkurrentin, Kultusministerin Annette Schavan. Schavan, die auch stellvertrende CDU-Bundesvorsitzende ist, kommt auf 31 Prozent. Unter CDU-Anhängern erhält Oettinger sogar einen Zuspruch von 46 Prozent. Für Schavan sprechen sich 33 Prozent der Parteianhänger aus. Allerdings lehnen 21 Prozent der CDU-Anhänger beide Kandidaten ab. Wäre jetzt Landtagswahl, könnte die CDU der Forsa-Umfrage zufolge ihre Mehrheit gegenüber der Wahl 2001 um fünf Prozent zu einer absoluten Mehrheit von 50 Prozent ausbauen.

Ministerpräsident Erwin Teufel hatte nach monatelangem Druck aus seiner Partei am 25. Oktober seinen vorzeitigen Rücktritt angekündigt. Er will im April kommenden Jahres seinen Platz für einen Nachfolger räumen, der die CDU in den Wahlkampf zur Landtagswahl 2006 führen soll. Über die Teufel-Nachfolge soll eine Mitgliederbefragung im Landesverband entscheiden.

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