Deutschland

_

Kandidatur: Fahrenschon will Sparkassenchef werden

Bayerns Finanzminister könnte zum Deutschen Sparkassen- und Giroverband wechseln. Die Wahl ist für den 30. November vorgesehen. 

Der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon. Quelle: dpa
Der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon. Quelle: dpa

MünchenBayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) will sich aus der Politik verabschieden und Sparkassenpräsident werden. Ein Sprecher des Finanzministeriums in München bestätigte am Freitagabend einen entsprechenden Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstag) zur geplanten Kandidatur des 43-Jährigen. 

Anzeige

„Ich habe mich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, für das Amt des Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes zur Verfügung zu stehen“, sagte Fahrenschon dem Blatt. Er tritt dem Bericht zufolge damit gegen Rolf Gerlach an, der schon Anfang September seine Kandidatur für die Wahl des Nachfolgers von Heinrich Haasis erklärt hatte. Die Wahl ist für den 30. November vorgesehen. 

Er sei von einer Vielzahl regionaler Sparkassenverbände aufgefordert worden, sich für das Präsidentenamt zu bewerben, sagte Fahrenschon. Zwar falle es ihm nicht leicht, seine politische Karriere aufzugeben. Aber es sei eine große Aufgabe, das Gesicht des Verbandes „der größten Sparerschutzorganisation Europas“ zu sein.

Fahrenschon hat als Aufsichtsratschef der BayernLB und als früherer Verwaltungsrat der drittgrößten bayerischen Kreissparkasse München-Starnberg schon Berührung mit der öffentlichen Bankengruppe.

  • 28.10.2011, 21:52 Uhrhelmst

    Da wird der Bock zum Gärtner gemacht - Fahrenschon ist bekannt für seine Antisparkassenhaltung. So hat er die Sparkassen mit der BayernLB gut hinters Licht geführt. Verstehe nicht, wieso die den wählen wollen.

  • Die aktuellen Top-Themen
Ökonom Max Weber: Der Wert als Wettbewerbsvorteil

Der Wert als Wettbewerbsvorteil

Vor 150 Jahren wurde der große Soziologe und Ökonom Max Weber geboren. Auch wenn seine Zeit lange vorbei ist, bleibt sein Erbe aktuell. Denn noch immer dient er gerne als Vorbild – trotz seiner dunklen Seiten.

Mehr Importe als Exporte: Japans Handelsdefizit steigt immer stärker

Japans Handelsdefizit steigt immer stärker

Früher war Japan eine Exportnation - doch diese Zeit sind mehr denn je vorbei: Das Halbmond-Land importiert immer mehr - auch als Spätfolge der Fukushima-Katastrophe.

Russischer Außenminister: Lawrow: Ukraine verstößt gegen Genfer Abkommen

Lawrow: Ukraine verstößt gegen Genfer Abkommen

Die Stimmung wird immer gereizter: Russlands Außenminister Sergej Lawrow wirft der Ukraine vor, das Genfer Abkommen mit Füßen zu treten. Ob Russland Friedenstruppen entsendet, ist weiter offen.