Deutschland
Kannegiesser lobt Daimler-Chrysler-Management

Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser hält die aktuelle Debatte über die Höhe von Managergehältern für populistich. In der Diskussion werde oft unterschlagen, dass Manager Konzernlenker seien, und keine "Kombinatsdirektoren, bei denen Kosten und Preise politisch definiert und verordnet werden", schreibt Kannegiesser in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt.

DÜSSELDORF. Ausdrücklich lobt Kannegiesser das Angebot des Daimler-Chrysler-Managements, im Falle des Erfolges der Verhandlungen mit der Belegschaft selbst auf einen Teil der Bezüge zu verzichten. "Man kann die Geste des Daimler-Chrysler-Managements mit einer Handbewegung wegwischen, aber man kann darin auch den Beginn einer Neuorientierung sehen."

Kannegiesser warnt die Wirtschaft davor, ihr Heil in einer generellen Anhebung der Arbeitszeit zu suchen. Vielmehr müsse jedes einzelne Unternehmen sein eigenes Konzept zur Verbesserung der Kostenstruktur finden. "Die gefundenen Lösungen können das Absenken oder das Umschichten bisheriger tariflicher Standards bedeuten, auch hinsichtlich der Arbeitszeit - niemand sollte sich hier ideologisch auf eine Stundenzahl verbeißen. Was richtig ist, hängt ganz von der Unternehmenssituation ab. Tatsache ist, dass es ohne ein Mehr an beruflichem Engagement in allen Bevölkerungsschichten nicht gehen wird.

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