Kanzler-Airbus
Ein neuer Adenauer für Merkel

Eine neue "Airforce One" für die Kanzlerin: Der Merkel-Airbus, luxuriös ausgestattet von Lufthansa Technik AG, bekommt sogar ein Raketenabwehrsystem.
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HamburgDie Lufthansa Technik AG hat am Mittwoch einen neuen Regierungsjet für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausgeliefert. Der Airbus A 340 in sogenannter VIP-Konfiguration ist mit einer Reichweite von 13.500 Kilometern das neue Flaggschiff der Flugbereitschaft. Das neue Flugzeug "setzt neue Maßstäbe für den Reisekomfort auch großer Delegationen auf Langstreckenflügen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa Technik AG, August Wilhelm Henningsen. Der vierstrahlige Jet wurde wie das Vorgängermodell A 310 auf den Namen "Konrad Adenauer" getauft.

In dem Großraumflugzeug ist normalerweise Platz für bis zu 300 Passagiere, in der Spezialanfertigung für die Bundesregierung sind es deutlich weniger. Neben einem Konferenzbereich und einem Privatbereich gibt es nach Angaben von Lufthansa Technik einen Delegationsbereich mit 116 Sitzen. Insgesamt bietet der Jet, der sich in eine fliegende Intensivstation umbauen lässt, Platz für bis zu 143 Passagiere. Zur besonderen militärischen Zusatzausstattung zählen nach Angaben der Luftwaffe unter anderem gesicherte Kommunikationseinrichtungen via Satellit. Später soll ein Selbstschutzsystem zur Abwehr von Lenkflugkörpern folgen.

Eine zweite Maschine des gleichen Typs soll im Juni ausgeliefert werden. Bei den Maschinen handelt es sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums um gebrauchte und grundüberholte Flugzeuge aus dem Bestand der Lufthansa. Die beiden Flieger sollen vorwiegend im politisch-parlamentarischen Betrieb eingesetzt werden. Seit Ende vergangenen Jahres wird der neue A340-300 bereits von der Bundeswehr getestet.

Das Flugzeug ist Teil der Flottenmodernisierung, die mit der Übergabe des Mittelstreckenflugzeugs Airbus A319 im März vergangenen Jahres begann. Bisher nutzten die Bundeskanzlerin und ihre Kabinettsmitglieder alte Airbus-Modelle sowie Flieger vom Typ Challenger des kanadischen Herstellers Bombardier, bei denen es immer wieder technische Probleme gab.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Kanzler-Airbus: Ein neuer Adenauer für Merkel"

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  • @ Morchel:
    "die selben Vertreter die es zulassen, dass Kinder in diesem Land arm sind"... Ja klar, natürlich sind immer die anderen an allem Schuld. Wenn Kinder in Deutschland keinen Luxuslebenswandel führen können, liegt das in erster Linie an den Eltern. Dass die Sozialleistungen in unserem Staat absolut ausreichend sind, ja, vielleicht sogar zum Faulenzen animieren, ist ja nun schon mehrfach vorgerechnet worden. Natürlich sind da nicht unbedingt wöchentliche Kinobesuche u.ä. enthalten, aber irgendwo muss zwischen arbeitender und nicht arbeitender Bevölkerung ja auch noch unterschieden werden. Und mal so ganz nebenbei: wieviele "arme" Kinder, glauben sie, kann man dadurch, dass die Bundesregierung lieber Linie fliegt, zu "nicht armen" Kindern machen? Das steht doch in gar keinem Verhältnis...

  • @ Hackbraten Die hohen Vertreter einer führenden Wirtschaftsmacht, so so sind das die selben Vertreter die es zulassen das kinder in diesem Land arm sind das es Hartz 4 ler, Aufstocker, 1 Eurojober gibt ? Bei der Leistungsbilanz fliegt jeder Zeitarbeitnehmer mit römischer dekadenz sofort. Natürlicherweise müsste der letzte soziale Gedanke gestrichen werden und wir verfrachten diese in die spätrömische arena. Soviel zum fliegen auf hohen Nivau.

  • Habe kein Problem, dass unsere KanzlerIN oder andere hochrangige Vertreter unseres Landes standesgemäs unterwegs sind. Viel mehr Probleme habe ich mit den sog. Delegationen und deren "Kompetenzen". Diese Herrschaften - unsere "Wirtschaftselite - sollten, da Sie vermeintlich Ihre ureigensten Interessen vertreten jeden Flug (und jeden Schluck Wasser den Sie trinken oder auch wieder abgeben :-))selbst bezahlen, sodass die neue "Konrad Adenauer" kostenneutral betrieben werden kann.

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