Kanzler lädt Spitzen der Energiekonzerne ein
Nächster Energiegipfel am 10. November

Beim Energiegipfel am 10. November könnten bereits die Details der umstrittenen Zuteilung von Verschmutzungsrechten geregelt werden

HB BERLIN. Beim dritten Treffen mit der Wirtschaft dürften Fragen der Regulierung der Strom- und Gasmärkte sowie Details des geplanten Emissionsrechtehandels im Vordergrund stehen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus Regierungskreisen. Mit am Tisch säßen auch Vertreter der großen Branchenverbände wie etwa des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) oder des Verbandes der kommunalen Unternehmen (VKU). Von der der Regierung würden neben Schröder auch Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) und Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) teilnehmen.

Mitte August hatte sich Schröder mit den Vorstandschefs der vier größten Versorger Eon, RWE , Vattenfall Europe und EnBW getroffen. Beschlüsse und Absprachen wurden damals nicht getroffen. Einen Monat später fand in Berlin ein um weitere Unternehmen erweitertes Spitzengespräch statt, bei dem sich beide Seiten auf Grundzüge des umstrittenen Emissionshandels verständigt hatten.

Beim Treffen am 10. November dürften schon erste Ergebnisse der Arbeitsgruppe vorliegen, die unter Leitung von Wirtschafts-Staatssekretär Georg Wilhelm Adamowitsch und Umwelt-Staatssekretär Rainer Baake die Einzelheiten der Zuteilung von Verschmutzungsrechten erarbeiten solle, hieß es in den Kreisen weiter.

Der Emissionshandel soll ab 2005 EU-weit eingeführt werden. Stößt ein Unternehmen mehr CO2 aus als es seiner Zuteilung entspricht, kann es von sparsameren Firmen Verschmutzungsrechte erwerben. Ziel ist es, volkswirtschaftlich effizient Treibhausgase einzusparen. Das Allokationsplan genannte Verfahren ist entscheidend, da er die Anfangszuteilung der Rechte festsetzt. Die deutsche Industrie hat sich verpflichtet, bis 2010 ihre Treibhausgase um 45 Millionen Tonnen zu reduzieren.

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