Kanzler nimmt an Wiedereröffnung des Bahnhofs teil
Schröder in Brandenburg mit Eiern beworfen

Bundeskanzler Gerhard Schröder ist im brandenburgischen Wittenberge von mehreren Hundert Gegnern der Arbeitsmarktreform Hartz IV mit wütenden Protesten und Eierwürfen empfangen worden.

HB BERLIN. Aus einer Menge von aufgebrachten Demonstranten wurden mehrere Eier auf den Kanzler geworfen, verfehlten den SPD-Politiker aber. Die Demonstranten riefen Parolen wie: „Wir wollen Arbeit“ und - in Anspielung auf die Protestbewegung zum Sturz der DDR-Regierung - „Wir sind das Volk“.

Schröder nahm am Dienstag in Wittenberge an der Wiedereröffnung des Bahnhofs teil. In seiner Rede ging er nicht direkt auf die Eierwürfe ein, räumte den Protesten gegen die Reformpolitik allerdings keine Erfolgsaussichten ein: „Wir werden diesen Prozess gegen jeden Protest durchsetzen“, sagte der Kanzler. Am eingeschlagenen Kurs der Modernisierung werde „unverändert und unbeirrt festgehalten“. Ein Regierungssprecher kommentierte den Vorfall mit den Worten, der Kanzler sei „außer Wurf- und Reichweite gewesen“.

Insgesamt hatten sich in Wittenberge mehr als 200 Demonstranten versammelt. Auf Transparenten hieß es: „Ostdeutsche wehrt euch“ oder „Nieder mit Hartz IV“. In Brandenburg wird am 19. September ein neuer Landtag gewählt. Gegen die Reformpolitik der Bundesregierung hatten zuletzt am Montagabend erneut Zehntausende Menschen vor allem in Ostdeutschland demonstriert. Sie werfen der Regierung vor, durch die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe im Zuge der Hartz-IV-Reform zahlreiche Menschen in die Armut zu drängen.

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