Kanzlerin im Umfragehoch

SPD-Kandidaten haben schlechte Chancen

Angela Merkel ist ein Phänomen in der deutschen Politik: sie genießt eine ungeheure Popularität. Die FDP muss dagegen wieder um ihre Existenz fürchten. Und auch die SPD kann der Kanzlerin nicht Paroli bieten.
21 Kommentare
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Quelle: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

(Foto: dpa)

DüsseldorfGegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) haben alle drei möglichen SPD-Kanzlerkandidaten nur geringe Chancen. Bei einer Direktwahl des Regierungschefs würden sich 28 Prozent der Bürger für SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier entscheiden, für Merkel würden 49 Prozent stimmen, ergab der "Stern-RTL-Wahltrend".

Steinmeier steht damit etwas besser da als SPD-Finanzexperte Peer Steinbrück, der 27 Prozent erhielte. Für Merkel wären in dieser Konstellation 51 Prozent. Gabriel käme nur auf 16 Prozent gegen 60 Prozent für Merkel.

Zur Begründung sagte Forsa-Chef Manfred Güllner, Merkel habe "eine ungeheure Popularität, von der Helmut Kohl nur träumen konnte. Das macht es jedem Herausforderer schwer." Die SPD dürfe ihren Wahlkampf daher nicht zu sehr auf den Kandidaten zuspitzen. Sie müsse als Partei Kompetenz gewinnen, eine klare Zukunftsperspektive bieten und dem Kandidaten "kluge Köpfe" an die Seite stellen.

Äußerst negativ fiel die Umfrage für die Liberalen aus: Die FDP verliert demnach beim Wähler wieder an Ansehen. Sie büßt im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ein und sinkt wieder auf 4 Prozent. Die Linke dagegen erholt sich etwas und steigt um einen Punkt auf 7 Prozent.

Die Werte der anderen Parteien bleiben stabil: Die Union erzielt zum siebten Mal in Folge 36 Prozent. 26 Prozent der Wähler wollen für die SPD stimmen, 13 Prozent für die Grünen und 9 Prozent für die Piratenpartei. Auf "sonstige Parteien" entfallen 5 Prozent.

Eine rot-grüne Mehrheit ist weiter nicht in Sicht: SPD und Grüne liegen mit zusammen 39 Prozent sogar einen Punkt hinter Union und FDP (zusammen 40 Prozent). Allerdings würden die vier Prozent der Liberalen nicht ins Gewicht fallen, da sie für den Einzug in den Bundestag nicht ausreichen.

Für den Wahltrend wurden 2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 6. bis 10. August 2012 befragt.

  • dne
Startseite

Mehr zu: Kanzlerin im Umfragehoch - SPD-Kandidaten machen gegen Merkel keinen Stich

21 Kommentare zu "Kanzlerin im Umfragehoch: SPD-Kandidaten machen gegen Merkel keinen Stich"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ich glaube die Verwechslungen der Parteien sind nicht mehr machbar. Wenn einer dem anderen die Dinge in die Schuhe schiebt, wird es kaum weitergehen. Stillstand, den haben wir leider schon zur Genüge. Schuldzuweisungen, ja, da müßte viel früher in der Geschichte damit begonnen werden. Leider wird sie immer noch oder mehr noch, jeden Tag neu vergewaltigt.

    So etwas könnte man auch ganz profan Lüge nennen. Oder?

    Wir leben im jetzt und heute, gestern war und den vorausschauenden Blick nach vorne, auch Visionen genannt, von Menschen die das können, eben Visionäre, an denen mangelt es, wie die Menschheit weiß in so manchem Zeitalter. Leider haben wir von den Spaßpolitiker zu viele, die andere fühlen lassen, wie toll sie eigentlich sind. Hanoi.

  • Wie lautet denn das Programm der SPD ?

    Alles (Geld) für Europa ?
    Runter mit den Renten und rauf mit den Pensionen ?
    Rente mit Hundert ?
    Hartz V (reduziertes Hartz IV) ?
    Förderung der Reichen ?

  • SPD NEIN DANKE !

    Diese 3 Möchtegernkasper+1 Schröder sind keine Alternative.
    Die 3 von der Tankstelle, das Trio Infernale.
    Lieber Gott verschone uns.
    Dazu noch Münte, Clement und Fischer. Pfui Deibel.
    Da lob ich mir eine Fr.Wagenknecht eine Frau mit Verstand und Charisma.

  • Der scheinbare Erfolg von Frau Merkel liegt wohl mehr an den 3 Gegenkandidaten der SPD als an ihr selbst.

    Wenn die Altvorderen immer weiter vom Honig der Macht schlecken wollen, dann wird die SPD wohl nie einen geeigneten Kandidaten gegen Merkel stellen können.

    Vielleicht wollen sie es ja auch nicht. Unter dem großen Schirm der Herrin geht es doch allen ohne zu viel Arbeit gut. Weshalb sollten sie da überhaupt noch etwas für ihre Wähler tun?

  • Das Schlimme bei usn ist, dass die anderen Parteien, die es ja gibt, wie die Partei der Vernufnt, die Partei die Freiheit usw. gar keinen Raum bekommen. Keine TV-Auftritte usw. So dass eine große Anzahl Bürger von diesen Partein gar nichts weiß. Das sit gewollt, denn dise Partein sind nicht auf der linken Spur und das geht in usnrem Lad ja nun gar nicht.
    Die Piragten tingelten fast täglich durch die Medien, aber klar, sie sind eine wetier linke Parei, den Grünen recht ähnlich und so bekamen und bekommen sie ihre Auftritte.
    Wir brauchen eine 2. Weiße Rose, die durch Flyer in die Briefkästen die Bürger aufklärt. In Fußgägnerzonen steht usw.
    Damit die Bürger langsam merken, was lost ist und dass es auch Alternativen gibt
    Denn viele Bürger wollen Alternativen, viele sidn diese Wischiwaschi-Einheitsparteien einfach satt

  • Dröseln wir es doch mal auf.
    Merkel macht doch im Grunde genommen das gleiche wie in der Groko.
    Sie gipfelt pausenlos, aber alles andere überläßt sie den einzelnen Ministern. Die sind dann die Bösen, wenn sie was verkünden.
    Hauptsächlich dann die FDP
    Innenpolit. ist Merkel nicht vorhanden, wie in der Groko.
    Ein Haubentaucher eben, wie Künast zu Recht mal sagte
    War in der Groko doch auch so.
    Münte Rente mit 67
    Ulla Schmidt mit dem Gesundheitsfond usw.
    aber alles waren Projekte auch von Merkel. Blieb aber ausschließlich an der SPD kleben, und sie verlor die Wahl.
    Hinzu kommt, dass die SPD derzeit kein wirkliches Programm hat, weiter auf jeden MultiKulti-Zug der Grünen aufspringt, mit der Kanzlerin jeden Unsinn in der Euro-Frage mitmacht.
    Also im Grunde genommen beim Bürger ankommt, als wäre sie ebenfalls eine Merkel -Partei, als gehöfre sie dazu.
    Vor kurzem sagte Gabriel noch "wir machen keinen Wahlkampf gegen Merkel" Ja gegen wen denn sonst? Ggen das Billy-Regal von Ikea?
    So eine Aussage ist doch nur noch strunzdumm
    Hinzu kommen die getürkten Umfragen.
    Würde man die Bürger mal fragen, ja was macht Merkel denn so toll? Da würden die Befragten aber schnell in Bedrängnis kommen
    Ja, sie hat halt gut gelernt bei der FDJ wie man Gegner ausschaltet

  • "Die Wähler erinnern sich immer noch, wer ihnen H4, Agenda2010, Rente mit 67, 1€-Jobs, Niedriglohn, Hedge Fonds, etc. beschert hat.
    Und sie erinnert sich auch, wer Eurobonds und die Schuldenunion will."

    Prima Kommentar. Ich fürchte nur, mit meiner zitierten Aussage hegen Sie (leider) viel zu hohe Erwartungen an den deutschen Wähler. BLÖD, RadioTeleLall und Schrott1 werden den Wähler schon in die gewünschte Richtung lenken...leider.

  • Die 3 Fragezeichen
    =================
    Mit den 3 Losern hat die SPD keine Chance. Sie wollen ja auch nicht.
    Sie sind schon dann zufrieden, wenn sie unter Merkel am Katzentisch sitzen dürfen. Aber selbst das haben sie nicht verdient.

    Die Wähler erinnern sich immer noch, wer ihnen H4, Agenda2010, Rente mit 67, 1€-Jobs, Niedriglohn, Hedge Fonds, etc. beschert hat.
    Und sie erinnert sich auch, wer Eurobonds und die Schuldenunion will.

    Auf die Frage: „wer denn „Kanzlerkandidat“ werden will“, gibt es keine Antwort.

    Eine Realsatire aus dem Postillion beschreibt es besonders gut:

    "91% springen lieber aus dem Fenster, als Favoriten aus der SPD-Troika zu benennen"

    http://www.der-postillon.com/2012/08/91-springen-lieber-aus-fenster-als.html

    Zitat:
    "Wen würden Sie am liebsten als SPD-Kanzlerkandidaten sehen?": Diese Frage stellte das Meinungsforschungsinstitut Opinion Control insgesamt 301 repräsentativ ausgewählten Personen bei einer Umfrage. Doch anstatt sich für eine der drei angebotenen Optionen Peer Steinbrück, Frank-Walter Steinmeier oder Sigmar Gabriel zu entscheiden, sprangen überraschende 91 Prozent der Befragten lieber aus dem Fenster – die meisten mit einem erleichterten Gesichtsausdruck. (...)
    Zitat Ende:

  • Quadriga - oder: „Die vier apokalypischen Reiter“
    ==============================================
    Wie wäre es mit einer Quadriga anstatt einer Troika?
    Sie sollten Frau Nahles noch hinzunehmen. Dann wäre das „Gruselkabinett“ komplett.
    Es wären dann die „vier apokalyptischen Reiter“

    "Apokalyptische Reiter"
    http://de.wikipedia.org/wiki/Apokalyptische_Reiter

    Zitat:
    Dann sah ich: Das Lamm öffnete das erste der sieben Siegel; und ich hörte das erste der vier Lebewesen wie mit Donnerstimme rufen: Komm! Da sah ich ein weißes Pferd; und der, der auf ihm saß, hatte einen Bogen. Ein Kranz wurde ihm gegeben und als Sieger zog er aus, um zu siegen. Als das Lamm das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite Lebewesen rufen: Komm! Da erschien ein anderes Pferd; das war feuerrot. Und der, der auf ihm saß, wurde ermächtigt, der Erde den Frieden zu nehmen, damit die Menschen sich gegenseitig abschlachteten. Und es wurde ihm ein großes Schwert gegeben. Als das Lamm das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte Lebewesen rufen: Komm! Da sah ich ein schwarzes Pferd; und der, der auf ihm saß, hielt in der Hand eine Waage. Inmitten der vier Lebewesen hörte ich etwas wie eine Stimme sagen: Ein Maß Weizen für einen Denar und drei Maß Gerste für einen Denar. Aber dem Öl und dem Wein füge keinen Schaden zu! Als das Lamm das vierte Siegel öffnete, hörte ich die Stimme des vierten Lebewesens rufen: Komm! Da sah ich ein fahles Pferd; und der, der auf ihm saß, heißt „der Tod“; und die Unterwelt zog hinter ihm her. Und ihnen wurde die Macht gegeben über ein Viertel der Erde, Macht, zu töten durch Schwert, Hunger und Tod und durch die Tiere der Erde.
    Zitat Ende:

  • Die BRD ist eine GmbH, wir sind ein Volk ohne Staat und ohne Verfassung, das Wahlrecht ist seit jahren grundgesetzwidrig und, und,und. Zitat Horst Seehofer: Diejenigen die entscheiden sind nicht gewählt, und diejenigen die gewählt werden, haben nicht zu entscheiden. Solange das so bleibt, ist es egal wer in der BRD GmbH die Geschäftsleitung hat. Der Ausverkauf deutschlands wird weitergehen.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%