Kanzlerin in der Kritik
Bin-Laden-Tötung wird für Merkel zum Bumerang

Die offen geäußerte Freude der Kanzlerin über den Tod Osama bin Ladens sorgt in Deutschland für erregte Debatten. Merkel hatte gesagt: "Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten."
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BerlinDer Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, bezeichnete diese erste Reaktion Merkels auf die Tötung des El-Kaida-Chefs in der "Passauer Neuen Presse" als "missverständlich und sehr irritierend". Der katholische Moraltheologe Eberhard Schockenhoff sagte der "Stuttgarter Zeitung", die Kanzlerin habe eine "falsche und unhaltbare Ausdrucksweise benutzt". "Der gewaltsame Tod eines Menschen darf niemals Ursache der Freude sein", sagte Schockenhoff, der auch dem Nationalen Ethikrat angehört.

Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Werner Hoyer (FDP), sagte der "Frankfurter Rundschau": "Freude ist hier die falsche Kategorie." Er sei erleichtert, "dass jemandem das Handwerk gelegt worden ist, der unendliche Schuld auf sich geladen hat", sagte er. "Aber wenn es um die Frage der Schuld geht, dann denke ich in erster Linie an Festnahme und Gerichtsverfahren."

Die Kanzlerin bemühte sich am Mittwoch nach der Kritik um Schadensbegrenzung. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin, Merkel habe Verständnis dafür, dass "das Zusammenwirken der Worte Tod und Freude in einem Satz als unpassend empfunden" werden könne. "Das Motiv ihrer Freude war der Gedanke: Von diesem Mann wird nun keine Gefahr mehr ausgehen. Die Welt lebt hoffentlich ein Stück sicherer".

Ähnlich formulierte es auch der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning. "Auch wenn ich mich über den Tod eines Menschen nicht freuen kann, bin ich erleichtert, da wir jetzt mit weniger Angst leben können", sagte der FDP-Politiker Handelsblatt Online. Viele hätten sich durch Bin Laden und seinen blutigen Terror bedroht gefühlt.

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  • Als die Twintower fielen,lagen sich in Deutschland ein Teil der Muslime in den Armen und freuten sich über den Tod von über 3000 Menschen. Weder die Organisationen der Muslime noch die ihr nahestehenden Deutschen Politiker regten sich auf. OSAMA ist ein hinterlistiger und feiger
    Mörder der die Schwachen bekämpft hat und die Politiker
    die sein Gesinnungswesen haben verschont. Da war die RAF schon ehrlicher die ausschliesslich Politiker und Wirtschaftsbosse bekämpft haben. Da konnte man denn auch sehen was Rachejustiz ist. 27 RAF Mitglieder sind durch den Staat gestorben. Das beweinen Osamas durch politische Einzeller ist daher nur Heuchelei. Wenn ALKaida nur Politiker und das Finanzsystem bekämpft hätte, wären auch hier Freunde gefunden. Wenn Ströbele,Kauder.Özdemir
    etc entführt würden und getötet , hätten sich alle Politiker wahnsinnig gefreut wenn OSAMA endlich getötet wäre. Aber die Anschläge galten
    den Unschuldigen Bürger und da darf man wieder Gutmensch sein. "Man sehnt sich manchmal nach der RAF".

  • also... so ein Mumpitz... ich hätte dem Kerl ne Rakete in den Arsch geschoben und anschließend auf eine Umlaufbahn geschossen... dann hätten die ganzen erbärmlichen Ölaugen endlich einen Stern, wohin sie glotzen könnten...

    zur Bewaffnung der Deutsche...Sie gehören wohl auch zu der Sorte Mensch, die sich lieber in Duckmausmanier überrennen lassen... und Überrannt werden wir... von Wirtschaftsflüchtlingen, Terroristen, Vergewaltigern, Kinderfickern und so weiter...

    Dieser ganze linksliberale Scheiss führt hier in diesem Land zu gar nichts mehr...

    ...obgleich ich eigentlich auch an eine Verschwörungstheorie glaube in Verbindung USA/9/11/Bin Laden...

    aber ist doch egal...Falls Sie es noch nicht wussten...

    der, der die größte Feuerkraft hat, bestimmt in wirklichkeit was gespielt wird...So war es vor 5000 Jahren...So ist es heute... und so wird es in 5000 Jahren sein...

    Alles andere ist Ausuferndes Gesülze, von Menschen, die nicht wissen worum es sich auf dieser Welt dreht

  • Wenn Sie so ein großer Bewunderer des US-amerikanischen Gesellschaftsmodells sind, wandern Sie doch in die Staaten aus, besorgen sich eine Schusswaffe, begeben sich in eine der dort zahlreich stattfindenden Schießereien und lassen sich eine Kugel in den Kopf schießen. Der Schlag aufs Gehirn führt Sie vielleicht der Erleuchtung entgegen, die Sie befähigt zu verstehen was den Unterschied der europäischen Zivilisation und ihrer amerikanischen Variante ausmacht.
    Vielleicht ziehen Sie auch Mexico als Auswanderungsziel vor, da lernen Sie es noch schneller.
    Eine Frage unter Waffenfreunden. Was bevorugen Sie, Handfeuerwaffen oder doch eher etwas Durchschlagkräftigeres?

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