Kanzlerkandidatur offen
Beck strebt Bundestagsmandat an

Was will Kurt Beck? Durch Informationen des Südwestrundfunks (SWR), der SPD-Bundesvorsitzende strebe 2009 ein Bundestagsmandat an, wurden am Freitag in Berlin neue Spekulationen über die künftige Führungsformation der SPD genährt.

HB BERLIN. Setzt Beck damit ein Vorzeichen für seine Kanzlerkandidatur? Oder denkt er an eine neue Doppelspitze mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier als Kanzlerkandidat und ihm selbst als SPD-Partei- und Fraktionschef? Dann könnte Beck Steinmeier nach der Wahl den Rücken freihalten.

Die neuen Spekulationen treffen die SPD zu Unzeit - war doch erst am Vortag durch das teilweise Einlenken des Ex- Bundeswirtschaftsministers Wolfgang Clement in seinem Parteiordnungsverfahren ein wenig Ruhe eingekehrt. SPD-Sprecher Lars Kühn dementierte prompt. „Das ist völliger Unfug. Es gibt eine solche Entscheidung nicht.“

Gleichwohl braucht Beck ein Bundestagsmandat, wenn er tatsächlich Kanzlerkandidat werden will. Bestellt der 59-Jährige gleichzeitig sein Haus in Mainz und lässt dort rechtzeitig einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für sein Amt als rheinland-pfälzischer Ministerpräsident küren, würde das auch unterstreichen, dass er ernsthaft einen Wechsel von der Landes- in die Bundespolitik anstrebt.

Beck – dienstältester Regierungschef eines Bundeslandes – regiert in Rheinland-Pfalz mit absoluter Mehrheit. In der Landespartei gilt seine Führungsrolle nach wie vor als unstrittig. Doch die monatelangen Debatten in Berlin über seine Führungsprobleme als SPD-Bundeschef haben auch im Heimatland Spuren hinterlassen. Auch dort sind die Umfragewerte für die Landes-SPD gesunken. Ein neuer Landtag in Rheinland-Pfalz wird zwar erst 2011 gewählt. Doch mit einem vorzeitigen Wechsel an der Spitze der Landesregierung könnte sich die Landes-SPD auch schneller auf die Zeit nach Beck vorbereiten.

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