Kanzlerkandidatur

SPD-Linke bemäkelt Schröders Plädoyer

Altkanzler Gerhard Schröder hat sich deutlich für Peer Steinbrück als SPD-Kanzlerkandidaten ausgesprochen. Die Parlamentarische Linke der SPD glaubt jedoch, dass das dem Ex-Finanzminister eher schaden als helfen wird.
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Peer Steinbrück, links, und Gerhard Schröder auf dem SPD-Parteitag in Karlsruhe im November 2005. Quelle: ap

Peer Steinbrück, links, und Gerhard Schröder auf dem SPD-Parteitag in Karlsruhe im November 2005.

(Foto: ap)

BerlinMit seinem Plädoyer für eine Kanzlerkandidatur von Peer Steinbrück hat sich Altkanzler Gerhard Schröder Kritik in der SPD eingehandelt. „Auch Altkanzler sollten das Wasser halten können“, sagte der Sprecher der Parlamentarischen Linken der SPD-Bundestagsfraktion, Ernst Dieter Rossmann, dem „Hamburger Abendblatt“. „Wenn Gerhard Schröder Peer Steinbrück schaden wollte, musste er jetzt eine solche Empfehlung geben.“ Aus Rossmanns Sicht gilt für die SPD: „Inhalte profilieren, Teamgeist bilden, Verfahren klären und dann die Kanzlerkandidatur entscheiden.“

Hamburgs Regierungschef Olaf Scholz (SPD) mahnte in der Zeitung, die besprochenen Abläufe einzuhalten. Die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten der SPD werde Anfang des kommenden Jahres getroffen. Niedersachsens SPD-Vorsitzende Stephan Weil sagte: „In der SPD gibt es einen weit verbreiteten Konsens, dass öffentliche Diskussionen über den Kanzlerkandidaten mehr schaden als nutzen.“ Er für seinen Teil werde sich daran halten.

Schröder spricht sich in der Biografie „Peer Steinbrück“ des „Welt“-Korrespondenten Daniel Friedrich Sturm, das in Kürze erscheint, für den ehemaligen Bundesfinanzminister aus. „Mich würde es freuen, wenn Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD würde. Er hat alle Aussicht auf Erfolg“, wird Schröder zitiert. Auch Altkanzler Helmut Schmidt hatte bereits Steinbrück vorgeschlagen.

  • dpa
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11 Kommentare zu "Kanzlerkandidatur: SPD-Linke bemäkelt Schröders Steinbrück-Plädoyer"

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  • Genau richtig.
    Haben Sie sich einmal die Wahlplakate genauer angeschaut?
    Da steht keinerlei Anspruch für eine Zukunftsorientierung mehr drin. Die haben nur noch die Rettungsschirme im holen Kopf!
    Die CDU z.B. wirbt mit dem einfachen und einzigen Wort:L A U T !!!
    Man möchte hinzufügen: Laut und Dumm!!!!
    Hoffentlich wacht der Wahlmichel endlich auf und wählt die etablierten Parteien ab!

  • Und die Bilderberger bereiten Steinbrück als Bundeskanzler vor.
    Dassagt ja wohl alles!

  • SPD-Linke bemäkelt...
    ----------------------------
    Diese Flügel von rechts..links...mitte..in einer Partei,
    gehen mir schon länger auf den Keks.
    Eine Grundsolide Arbeiterpartei war das mal,ohne den
    ganzen Flügel Krimskram.
    Wenn ich Links will,dann wähle ich die auch und nicht
    so einen Mischmasch.

  • ..zumals der gute Peer in NRW als Minister und mit seiner arrogant flapsigen Führung versagt hat,Verzeihung abgewählt wurde; warum müssen immer gute Leute der dritten Reihe versuchen Erwartungen zu wecken, die sie nicht erfüllen können ??

  • Die SPD sollte sich lieber mit vernünftigen, realitätsnahen Konzepten, vor allem in der EURO Krise, als mit einem Kanzlerkandidaten zur Unzeit profilieren. Die in der Öffentlichkeit vorgetragenen Vorstösse für einen Kanzler Steinbrück zeigen eher, dass es der SPD allein um einen Machtanspruch geht, die Interessen derer, die sie wählen und dann vertreten sollen, eigentlich zweitrangig sind.

  • Die SPD- Mafia ist der Feind der deutschen Normalbürger.
    Wer SPD wählt ,der wählt den Untergang der Demokratie .
    Was will eigentlich der Basta -Versager noch in Deutschland . Soll er doch Putin die Füße küssen ,das kann er bestimmt .

  • Was erwarten wir denn auch von solchen Dummdödeln?
    Nie was ordentliches gearbeitet, völlig lebensfern und die wollen uns sagen, wo es langgeht?
    Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man pausenlos lachen.
    Wenn die für ihre Dummheit Steuern zahlen müßten, würden die keinen Pfennig von ihren Diäten mehr rauskriegen, im gegenteil, sie müßten wohl noch draufzahlen
    Durch ihr geballtes Nichtwissen rammen sie gerade Deutschland in Grund und Boden.
    Und die CDU dann noch mit einer strammen Sozialistin an der Spitze, die mehr und mehr agiert wie einst Erich.
    Kein Wudner, dass sich immer mehr Bürger mit Grausen abwenden.
    Diese drei Blockparteie da im Bund, CDUSPDGRÜNE werden von mir keine Stimme merh bekommen.
    Eher wähle ich noch die bibelfesten Christen, nur damit die anderen meine Stimme nicht dazu gerehnet bekommen

  • Das ist kein ausschließliches Problem der SPD. Das zieht sich quer durch alle Parteien. Sie sind nicht in der Lage personalauswahl-technisch was Vernünftiges auf die Beine zu bringen.

    Man hat doch bei allen den Eindruck als seien sie eben aus dem gleichen Rhetorikseminar ausgebüchst.

    Es sind nicht Parteien, die den Politikverdruss in Deutschland schaffen, sondern es sind deren Aushängeschilder, die uns allesamt anwidern.

    Bisheriger Höhepunkt ist m.E. der ESM-Vertrag, der auch mit aktiver Unterstützung der Opposition auf den Weg gebracht wurde. Den muss man sich selbst ansehen. Gäbe es einen "Hitler II" würde er diesen als das Geschenk des Volkes an den Führer verstehen.

    Falsche Worte! Ich weiß! Aber das steht darin. Ein Vertrag, der ganz nach Geschmack von Schäuble ist. Der Mann ist kein unbeschriebenes Blatt. Die Vergleiche in der griechischen Presse waren zwar verletzend, bei neutraler Betrachtung aber nicht so falsch.

  • Nicht ganz fair. Berlusconi war auch da.

    Dass Putin sich mit solchen Leuten umgibt, ist für mich völlig fragwürdig. Es ist aber auch möglich, dass er die beiden an die Öffentlichkeit zerrt, um dem russischen Volk zu zeigen von was für Typen andere Völker regiert wurden. So hat nämlich das russische Volk Putins Verbindung mit Schröder verstanden.

    Jeder ordentliche Zirkus hat Clowns in seinem Programm. So verstanden passt's.

  • Als langjährigem SPD-Wähler kommt mir die Galle hoch, wenn ich diese sog. Troika, zusammen oder in Teilen, sehe. Jeder dieser drei denkt nur an eines bzw. an einen - nämlich sich selbst und seine Karriere. Von ihrer Überzeugung her könnten sie in jeder anderen Partei sein: ubi bene ibi patria (wo mir's gut geht ist mein Vaterland). Und Frau Nahles wird (um nochmals einen fremdsprachlichen Ausdruck zu verwenden) mehr und mehr zur Femme fatale. Mein Gott, ist das denn wirklich alles, was diese Partei zu bieten hat?!

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