Kanzlerwechsel-Gerüchte
Guttenberg will Malocher und nicht Star sein

Karl Theodor zu Guttenberg ist längst ein Idol für die Jungen in der Union geworden, gerade weil er sich bei der Wehrpflicht überraschend gegen das Partei-Establishment durchgesetzt hat. Doch das Star-Sein ist der CSU-Politiker nicht ganz geheuer. Er ist daher bemüht, den Hype um seine Person niedrig zu hängen. Das kommt der CDU zupass, will sie doch eine Debatte über einen möglichen Kanzlerwechsel um jeden Preis vermeiden.
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HB MÜNCHEN. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wehrt sich gegen eine Überhöhung seiner Person in Politik, Medien und Öffentlichkeit. „Man darf nie das Gefühl haben, dass man im politischen Geschäft ein Star wäre, sondern man hat verdammt nochmal seine Arbeit zu machen“, sagte Guttenberg am Montag in München. „Das ist das, was die Menschen von einem erwarten, und diesen Erwartungen hat man gerecht zu werden. Man hat sich auch immer das Bewusstsein zu bewahren, dass irgendwann ganz schnell auch Schluss sein könnte.“

Guttenberg, der vor einem Termin im Landtag von Besuchern mit Applaus begrüßt worden war, war gefragt worden, wie er mit dem großen Zuspruch umgehe. Seit Wochen wird darüber spekuliert, ob Guttenberg im Fall einer CDU-Niederlage bei der Landtagswahl in Baden- Württemberg im kommenden März Bundeskanzler werden könnte - auch in der aktuellen Titelgeschichte des Magazins „Der Spiegel“. Guttenberg selbst hatte diese Gerüchte und Spekulationen zuletzt wiederholt als bizarr bezeichnet.

Nichtsdestotrotz sorgen die Gerüchte auch in der CDU für Unruhe. Fraktionschef Volker Kauder (CDU) warnte vor der Debatte über einen möglichen Kanzlerwechsel von Angela Merkel (CDU) zu Guttenberg. „Wir müssen regieren und nicht spekulieren“, sagte Kauder der „Süddeutschen Zeitung“. „Herr Guttenberg ist ein sehr guter Minister, aber Frau Merkel ist auch eine exzellente Kanzlerin.“

Die Junge Union (JU) sieht dagegen in Guttenberg indes als „politischen Hoffnungsträger der Unionsparteien“. So wurde der CSU-Mann von JU-Chef Philipp Mißfelder vor kurzem bei einer Veranstaltung der CDU-Nachwuchsorganisation als „die Hoffnung, die für konservative Kräfte in der Union einsteht“ bezeichnet.

Guttenberg selbst weiß, dass er längst ein Idol für die Jungen in der Union geworden ist, vor allem weil er sich bei der Wehrpflicht überraschend gegen das Partei-Establishment durchgesetzt hat. Und weil er auch politische Ambitionen hat, weiß er auch, dass er das Spiel nicht zu weit treiben darf. Der Parteinachwuchs hält ihn jedenfalls für „absolut kanzlerfähig“.

Kommentare zu " Kanzlerwechsel-Gerüchte: Guttenberg will Malocher und nicht Star sein"

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  • Wie einst bei Moses.
    Claudia Roth, Frank-Walter Steinmeier, Gregor Gysi, Jürgen Trittin, Oskar Lafontaine und Gabriel. Sie Passen gut zusammen. Es ist nur eine Frage der Zeit- dann gehen sie offen und schamlos ins Koalitions-Ehebett. Claudia Roth und Jürgen Trittin im Doppelpack. Manchmal denke ich mir: Sind Frau Roth und Trittin die Rache "Joschka" Fischers an den Grünen? Die marktwirtschsftliche Ordnung der westlichen Welt soll in den Ruin getrieben werden. Das kannte Herr Trittin schon als Mitglied im kommunistischen bund Westdeutschds. Eine Art Sowjetunion. Doch was für den einen Menschen mangelnde Sach- und Fachkenntnis, Dummheit und Haß ist für den anderen nur ein simpler Aggressionsmechanismus. Wer soviel Dummheit wie Sie schreibt, der muß nach Afghanistan.

  • @horseman
    Wenn Willy brandt unsere Dauerunterwerfung unter den Kommunismus geplant hat, dann haben das Kohl mit dem Honneker-Empfang und Strauß mit dem Milliardenkredit (wer hat wohl die Vermittlungsprovision kassiert?) wohl verhindert????
    Deine Gedankenwelt ist in sich wohl ziemlich pervertiert.
    K.T.z.G. ist da - wir wollen es zu unserem Wohle hoffen - über Deine engstirnigen Traumwelten hinaus.
    Den Albtraum gönne ich Dir gern.

  • Ein Lichtblick in der deutschen Politik ist der junge K.T. zu GUTTENbERG. im Gegensatz zu den meisten aus dem bundestag: Der lebt nicht von der Politik-und kann deswegen sagen, was er denkt und was richtig ist. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist in meinen Augen eine der letzten großen Hoffnungen für Deutschland. Nach wie vor ist er auch der beliebteste der ganzen berline Polit-Mannschaft. Für mich auch der fähigste. Ohne eine große Figur an der Spitze wird sich an der deutschen Politik nichts ändern. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, daß Deutschland erfährt, was dieser Mann wirklich kann und was Deutschland von ihm zu erwarten hat. ich erinnere mich noch genau an die Reden von dem längst verstorbenen "Papa" zu Guttenberg: Als schwerkranker Mann focht er im Deutschen bundestag gegen die Ostverträge Willy brands, die nichts anderes waren als eine geplante Dauer-Unterwerfung unter dem Kommunismus. Der junge zu GUTTENbERG ist aus ähnlichem Holz geschnitzt. Er muß CSU-Chef und der nächste Kanzlerkandidat werden. Wenn Rot-Grün regiert ergeht uns wie Griechenland. Rot-Licht und Pleitegeier über DEUTSCHLAND.

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