Kapitalismus-Kritik
Eichel pfeift SPD-Fraktionsvize zurück

Die Bundesregierung hat Forderungen aus der SPD-Fraktion zurückgewiesen, zum Schutz deutscher Unternehmen vor einem "Ausbluten" durch Investoren das Aktionärsstimmrecht zu verschärfen.

HB BERLIN. Ein Sprecher von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) sagte am Montag in Berlin, die Forderung sei "nicht Gegenstand der Überlegungen der Bundesregierung. SPD-Fraktionsvize Ludwig Stiegler hatte vorgeschlagen, dass Anteilseigner nur noch dann ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung ausüben dürfen, wenn sie seit mindestens zwei Jahren an dem Unternehmen beteiligt sind. Mit der Neuregelung sollten sich deutsche Unternehmen besser gegen ein Zerstückelung durch ausländische Beteiligungsfirmen wehren können.

Das Finanzministerium erteilte auch Überlegungen aus der Union eine Absage, eine Koppelung von Managergehältern an den Börsenkurs des Unternehmens zu verbieten. Dies hatte der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels CDA, Gerald Weiß, verlangt. Auch er hatte zudem für einen Umbau des Aktionärsstimmrechts plädiert: Langfristige Investoren sollten mehr Einfluss erhalten.

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