Karfreitagspredigten über den Film "Die Passion Christi"
Kirchenführer in Deutschland wenden sich gegen Gewalt

In ihren Karfreitagspredigten haben sich die deutschen Kirchenführer gegen Gewalt ausgesprochen. Gleichzeitig interpretierten sie den Tod Jesu am Kreuz als Sieg über die Gewalt. Sie erinnerten an die Opfer in den Krisenregionen Irak und Nahost sowie in Madrid.

HB MAINZ/BERLIN. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, sagte im Mainzer Dom, das Kreuz sei bei aller Gewalttätigkeit und Grausamkeit für die Christen zu einem Zeichen der Überwindung der Gewalt im Leben der Menschen geworden.

Zu Mel Gibsons Jesus-Film „Die Passion Christi“ sagte Lehmann, möglicherweise seien viele Christen „noch stärker erschüttert von der unglaublichen Gewalt, die mit dem Kreuzestod Jesu einhergeht“. Auch wenn man die Hinrichtung Jesu in dem Film „als überbetont und besonders grausam dargestellt“ empfinde, so dürfe man nach historischen Zeugnissen „wirklich keine Abstriche vornehmen an der Gewalttätigkeit, die in diesem Tod besonders zum Ausdruck kommt“.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, hingegen kritisierte erneut Gibsons Film. Bilder, die sich nur auf das grausige Leiden Jesu konzentrierten, trennten das Leben Jesu von seinem Tod und die Kreuzigung von der Auferstehung, sagte Huber in Berlin. Auch er rief zu Versöhnung und Gewaltfreiheit auf. Wer die Botschaft der Kreuzigung Jesu Christi ernst nehme, könne sich von den jüngsten Ereignissen in Spanien, dem Nahen Osten, und Irak nicht kopfschüttelnd abwenden, sondern müsse die Chancen gewaltfreier Lösungen wahrnehmen und Vertrauen einüben.

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