Karlsruhe übernimmt
Fall zu Anschlagsplan auf Pro NRW-Politiker

Der Fall zum Anschlagsplan auf den Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Pro NRW wird nun von der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe übernommen. Sie geht von einem radikal-islamistischen Hintergrund aus.
  • 2

KarlsruheDie Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zu dem mutmaßlich geplanten Mordanschlag auf den Vorsitzenden der rechtextremen Partei Pro NRW übernommen. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass die vier festgenommenen mutmaßlichen Islamisten „eine inländische terroristische Vereinigung radikal-islamistischer Prägung gebildet haben“, teilte die Bundesanwaltschaft am Montag in Karlsruhe zur Begründung mit.

Den Angaben zufolge sollen sich die Männer zu einer konspirativen Gruppe zusammengeschlossen haben, „um aus einer militant-islamistischen Einstellung heraus“ Anschläge mit Sprengstoff und Waffen auf Mitglieder der Partei Pro NRW zu verüben. Zwei der Männer waren in der vergangenen Woche in unmittelbarer Nähe der Wohnung des Pro-NRW-Chefs festgenommen worden.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Bonn fanden die Ermittler eine scharfe Schusswaffe und etwa 600 Gramm Ammoniumnitrat, das zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden kann. Zudem wurde eine Namensliste mit Bewerbern für die Landesliste der Partei Pro NRW sichergestellt. Die Bundesanwaltschaft ermittelt deshalb auch wegen Verabredung zum Mord.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Karlsruhe übernimmt: Fall zu Anschlagsplan auf Pro NRW-Politiker"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • BVerfG Az 1 BvR 2979/10 v. 17.09.2012. Die Presse macht sich zunutze, das die Adjektive "rechtsradikal, rechtsextrem oder rechtspopulistisch" von der Meinungsfreiheit, Art. 5 GG gedeckt sind. Diese können also unbesorgt Verwendung finden überall dort, wo Beeinflussung des Wähler politisch erwünscht ist. Wer lässt sich schon gern in die rechte Ecke stellen...gerade in diesem Land mit dieser Geschichte. Das Vorgehen und die Zielsetzung einer solch unobjektiven Presse muss vom Leser begriffen werden, es muss hinterfragt werden. Liebes Handelsblatt, berichten Sie doch einfach sachlich und nüchtern über die Fakten; ein zum Ausdruck bringen ihrer persönlichen, grundrechtlich geschützten, Meinung sollte im Qualitätsjournalismus, welcher objektiv und ohne politische Einfärbung berichtet, keinen Platz finden. Dieser spräche ohnehin für sich. Das Gegenteil allerdings auch.

  • Ernsthaft, Handelsblatt? "Rechtsextrimistische Partei Pro NRW"?
    (...)
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%