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08.07.2008 
Erhöhungen

Kassen: Rekordbeitrag zum Start des Gesundheitsfonds

Arbeitgeber und -nehmer müssen nach Einschätzung der Angestellten-Krankenkassen nach Einführung des Gesundheitsfonds von 1. Januar 2009 an mit einem Rekordbeitrag von 15,8 Prozent rechnen.

Die Bundesregierung will den Krankenkassen-Beitrag bis 1. November erstmals einheitlich für kommendes Jahr festlegen. Foto: dpaLupe

Die Bundesregierung will den Krankenkassen-Beitrag bis 1. November erstmals einheitlich für kommendes Jahr festlegen. Foto: dpa

HB BERLIN. Wenn man die bisherigen Belastungen und die Versprechungen für Ärzte und Krankenhäuser sehe, müsse es zu diesem Satz kommen, sagte der Chef des Verbands der Angestellten-Krankenkassen, Thomas Ballast, der „Westfälischen Rundschau“. Bisher hatten einzelne Kassen vor Erhöhungen auf bis zu 15,5 Prozent gewarnt. Nach den jüngsten Zahlen liegt der Beitragssatz derzeit bei 14,8 Prozent.

Die Bundesregierung will den Beitrag bis 1. November erstmals einheitlich für kommendes Jahr festlegen. Die acht Ersatzkassen von Ballasts Verband werden nach seinen Angaben den möglichen Zusatzbeitrag nicht verlangen müssen. Er rechne fest damit, dass der Gesundheitsfonds zum Januar 2009 kommt, auch wenn bis dahin noch nicht alle technischen Probleme gelöst sein sollten.

95 der 217 gesetzlichen Krankenkassen haben nach Angaben des Internetportals „Krankenkassen.de“ 2008 ihren Beitragssatz erhöht. Über 17,5 Millionen der rund 70 Millionen Versicherten seien dort versichert.

Die AOK Bayern schloss Beitragserhöhungen in diesem Jahr aus. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die AOK im Freistaat einen Überschuss von 44 Millionen Euro. „Wir starten schuldenfrei in den Gesundheitsfonds“, sagte Verwaltungsratschef Fritz Schösser am Mittwoch.

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