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27.01.2005 
Ausgaben um kanpp zwölf Prozent gesunken

Kassen sparen bei Medikamenten

Knapp zwölf Prozent weniger haben die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr durch die Gesundheitsreform für Arzneimittel ausgegeben als 2003. Der Rückgang lag bei 2,5 Mrd. €, die Kassenausgaben für Medikamente ermäßigten sich dadurch auf 20,1 Mrd. €, teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) am Donnerstag in Berlin mit.

HB BERLIN. Erfreut zeigte sich Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD): Entgegen den Befürchtungen sei der Ausgabenrückgang kein „Strohfeuer“.

Im Dezember gingen die Ausgaben laut ABDA im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um fast ein Fünftel (18,66 %) auf rund zwei Mrd. € zurück. Dies ist allerdings ein einmaliger statistischer Sondereffekt: Im Dezember 2003 - also kurz vor dem Start der Gesundheitsreform mit höheren Zuzahlungen - deckten sich viele Patienten noch auf Vorrat mit Pillen ein. Dies trieb die Kassenausgaben damals deutlich in die Höhe.

Nach ABDA-Angaben hätten die Kassen ohne den so genannten Struktureffekt 2004 sogar 3,8 Mrd. € einsparen können. Damit gemeint ist die vermehrte Verschreibung völlig neuer, meist deutlich teuerer Arzneimittel oder die Umstellung von Therapien auf kostspieligere Medikamente.

Nach ersten Bewertungen des Apothekerverbandes trugen zu den Einsparungen bei: - der Ausschluss der nicht-verschreibungspflichtigen Medikamente mit

1,4 Mrd. € - die erhöhten Patientenzuzahlungen mit 600 Mill. € - der Sonderrabatt der Pharma-Hersteller mit einer Milliarde Euro - und die Halbierung der Großhandelsmargen und Umstellung der Apothekenvergütung mit 800 Mill. €. Experten befürchten, dass die positive Ausgabenentwicklung bei Arzneimitteln im Januar 2005 zum Stillstand gekommen ist und möglicherweise sogar mit zweistelligen Zuwachsraten zu rechnen ist.

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