Kassen übernehmen Großteil der Kosten
Finanzierung der neuen Gesundheitskarte steht

Die Finanzierung einer neuen Chipkarte für Krankenversicherte ist weitgehend geklärt. Ärzte und Krankenkassen einigten sich auf Eckpunkte.

HB BERLIN. Ärzte und Krankenkassen haben sich auf Möglichkeiten geeinigt, wie die geplante neue Gesundheitskarte finanziert werden könnte. Das sagte der Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Roland Stahl, der «Bild am Sonntag». Demnach übernehmen die Kassen den Großteil der Kosten von 1,6 Milliarden Euro. Ärzte, Kliniken und Apotheker beteiligen sich mit 600 Millionen.

Das Gesundheitsministerium schätzt, dass die Kassen zwar anfänglich hohe Kosten haben, diese jedoch dadurch ausgeglichen werden können, dass es später Einsparungen gibt. Mindestens eine Milliarde Euro im Jahr sei möglich, hieß es. «Ärzte werden ihre Investitionen refinanzieren, indem sie zum Beispiel für das Erstellen eines elektronischen Rezepts einen Bonus erhalten», sagte KBV-Sprecher Stahl «Bild am Sonntag».

In Grundzügen hatten sich die Beteiligten bereits Ende Juli auf die Finanzierung verständigt, Einzelheiten waren aber noch nicht bekannt geworden. Das Großprojekt soll am 1. Januar 2006 beginnen. Dazu müssen laut Stahl 110.000 Arztpraxen, rund 2200 Krankenhäuser, Tausende Apotheken und mehr als 300 gesetzliche und private Krankenversicherungen elektronisch vernetzt werden.

Die Karte soll die bisherige Krankenkassenkarte ersetzen, ein Foto haben und so gut wie fälschungssicher sein. Darüber hinaus soll sie erstmals nachträglich mit Daten beschreibbar sein. So kann künftig ein Arzt die Rezepte für einen Patienten darauf vermerken, und der Apotheker kann dies abrufen und die Medikamente aushändigen.

Bis zum 1. Oktober soll feststehen, welche Funktionen die Karte zu Beginn haben soll. Die Finanzierung galt als ein Haupthindernis für die Einführung.

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