Schmeinck zog das Fazit: „Hier besteht, das ist sowohl uns, als auch den Vertretern der Kassenärztlichen Bundesvereinigung klar, noch erheblicher Optimierungsbedarf.“ KBV-Chef Andreas Köhler sagte, man akzeptiere die Situation nicht und versuche, die Organisation in den Praxen zu verbessern. Doch betonte er auch, Service-Unterschiede seien selbstverständlich, weil Privatversicherte einer Arztpraxis mehr Ertrag brächten.
Sind die Patienten erst mal in der Praxis, gibt es bei den Wartezeiten nur noch geringe Unterschiede. Im Durchschnitt warten Kassenpatienten nach eigenen Angaben 29 Minuten, bevor der Arzt sie drannimmt. Bei Privatpatienten sind es sieben Minuten weniger.
Am längsten sitzen muss man bei Chirurgen, nämlich im Durchschnitt 42 Minuten, Orthopäden mit 37 Minuten sowie Internisten und Hals-Nasen-Ohren-Ärzten mit je 35 Minuten.


