Kaufkraft
Wo die reichsten Deutschen wohnen

Die Deutschen können sich freuen: 2013 werden sie wohl mehr Geld für den Konsum in den Taschen haben als noch 2012. Doch weder München, Hamburg noch Düsseldorf schaffen es in Sachen Kaufkraft auf den Spitzenplatz.
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DüsseldorfDas Geld liegt ja bekanntlich nicht auf der Straße. Falls aber doch, dann jedenfalls eher auf ländlichen Wegen und Dorfstraßen – oder zumindest in ländlichen Gegenden. Denn der absolute Spitzenreiter in Sachen Kaufkraft in Deutschland ist der Landkreis Starnberg im tiefsten Bayern – mit einem Kaufkraft-Index von 147,9 Prozent.

Eine Studie des Marktforschungsinstitutes Gfk prognostiziert für das Jahr 2013 eine Kaufkraftsumme von 1.687,7 Milliarden Euro für Deutschland. Damit werden die Deutschen 554 Euro mehr für Konsum, Miete oder andere Lebenshaltungskosten haben als noch 2012. Im Schnitt sind das 20.621 Euro pro Kopf.

Auch wenn Städte wie Hamburg, München und Frankfurt am Main traditionell auf der Gewinnerseite liegen: Wenn es darum geht, wer am meisten Geld für den Konsum übrig hat, sind es doch die Landkreise, in denen die kaufkraftstarken Menschen leben. Allein auf der Top-25-Liste sind 20 Landkreise. Und: Die Stadt mit dem höchsten Kaufkraftindex – München (Kaufkraft: 28.247 Euro; Index 137,0) – liegt abgeschlagen auf Platz fünf – hinter den Landkreisen Starnberg, Hochtaunuskreis, München und Main-Taunus-Kreis.

Insgesamt kommt Bayern gar nicht schlecht weg: Im Bundesländervergleich liegt es auf Platz 2 – (Kaufkraft-Index: 109,2) – gleich hinter Hamburg (Kaufkraft-Index: 110,4). Und von den zehn Top-Stadt- oder Landkreisen liegen immerhin sieben in Bayern.

Und doch liegen Arm und Reich manchmal nah beieinander, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen. Während die Landeshauptstadt Düsseldorf mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von 25.033 Euro und einem Index von 121,4 Prozent es auf Platz elf des Rankings schafft, sieht das 30 Kilometer weiter nördlich ganz anders aus: In Duisburg haben die Bewohner rund 7.100 Euro – 29 Prozent – pro Kopf weniger zum Ausgeben zur Verfügung als in Düsseldorf – und liegen damit auch rund 20 Prozent unter dem deutschlandweiten Schnitt.

Und dann gibt es noch die Regionen – auch die ländlichen – die weit unter dem Schnitt liegen. Und das sind vor allem Land-und Stadtkreise im Osten. Die Menschen im Osten Deutschlands haben bis zu 18 Prozent weniger Geld in der Tasche als die Länder im Westen. Das Schlusslicht des Rankings wird 2013 der Landkreis Görlitz in Sachsen sein. Dort liegt der Index bei 76,1 Prozent. In der gleichen Liga befindet sich der Elbe-Elster-Kreis in Brandenburg (Index: 77,3) und der Kyffhäuserkreis in Thüringen (Index: 77,4).

Damit reicht die Kluft zwischen arm und reich in Deutschland von knapp 50 Prozent über dem Durchschnitt in Starnberg bis zu rund 24 Prozent unter dem Landesschnitt in Görlitz.

 

Kommentare zu " Kaufkraft: Wo die reichsten Deutschen wohnen"

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  • Goerlitz war bis 1945 zweitgrößte Stadt Schlesiens , nachdem unsere Besatzer( UdSSR ,USA , Frankreich , UK )nach Kriegsende Deutschland aufteilten , kam der östliche Teil Schlesiens an Polen und der Teil westlich der Oder zu Sachsen !( bis 1989 DDR )
    So wurde aus dem schlesischen Städtchen eine sächsische Stadt .-
    Gruesse aus Baden Württemberg !

  • @ Joachim

    Görlitz liegt im Osten Deutschlands

    Liegt Görlitz in Deutschland...? nicht in Polen...?

  • • @ Analyst
    Zitat : Ein Bier in Ostdeutschland kostet die Hälfte wie in Frankfurt.

    In Frankfurt ist Bier deshalb so teuer, weil die Frankfurter Äppelwoi trinken, da müssen die Brauereien an der Preisschraube drehen, um zu überleben ! Und weil eine Menge Biertrinker sich nach Frankfurt verirren ( bringen wohl ihr Geld zu den Bänkstern ), geht die Rechnung auf ! Das Frankfurter Bier ist übrigens abscheulich....aber es gibt auch bayerisches.., und in Bayern kostet das Bier überwiegend weniger, als in Dresden, bei den Ossis.....???

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