Kein Arbeitgeberangebot
Erste Stahl-Tarifrunde vertagt

Die ersten Tarifverhandlungen für die Stahlindustrie sind am Mittwoch ohne ein Angebot der Arbeitgeber vertagt worden. Die Verhandlungsführer beider Seiten gingen nach weniger als drei Stunden wieder auseinander. Die IG-Metall hat für die Arbeitnehmer in NRW sieben Prozent mehr Lohn und Gehalt gefordert.

HB GELSENKIRCHEN. Die Tarifverhandlungen für die 85 000 Beschäftigten der Eisen- und Stahlindustrie in NRW, Niedersachsen und Bremen sind ohne ein Angebot der Arbeitgeber vertagt worden. Das teilte die IG Metall am Mittwoch mit. nach dem Auftakt der Tarifrunde in Gelsenkirchen auseinander. Vor dem Start hatte die IG Metall sieben Prozent mehr Lohn und Gehalt bei einer Laufzeit von einem Jahr gefordert. Der Arbeitgeberverband Stahl hatte die Forderung als „maßlos“ zurückgewiesen. Die Verhandlungen sollen am Mittwoch kommender Woche fortgesetzt werden.

IG Metall-Verhandlungsführer Detlef Wetzel verlangte erneut Inflationsausgleich und „faire Beteiligung an den guten Gewinnen in der Branche“. „Leistung muss sich auch für die Beschäftigten lohnen“, sagte er. Für die Gewerkschaft gehe es aber auch darum, dass ältere Arbeitnehmer gesund in Rente gehen und Jüngere einen Job fänden. Im neuen Tarifvertrag sollen deshalb Möglichkeiten für altersgemischte Teams oder früheres Ausscheiden geschaffen werden.

Helmut F. Koch, der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes Stahl, sagte, die Arbeitnehmer seien über Sondervergütungen in vielen Unternehmen bereits an deren Erfolg beteiligt worden. „Beim Entgelt liegen die Positionen zwischen dem Geforderten und dem langfristig Verantwortbaren noch weit auseinander“, fügte Koch hinzu. Das Thema altersgerechte Arbeit nannte er wichtig. Es sei jedoch nur schwierig in einem Flächentarifvertrag zu lösen.

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