Kein Ergebnis in der ersten Runde
Tarifverhandlungen für Tourismusbranche vertagt

Die erste Runde der Tarifverhandlungen für die rund 70 000 Beschäftigten in der deutschen Tourismusbranche sind am Montag ohne ohne jegliche Annäherung vertagt worden.

HB HANNOVER. „Die Verhandlungen wurden am Abend in Hannover ohne Ergebnis auf den 21. Juni vertagt“, sagte ein Sprecherin der Gewerkschaft Verdi. Die Arbeitgeber hatten die Tarifverträge, die noch bis Jahresende laufen, frühzeitig gekündigt und wollen Einschnitte bei den Einkommen und flexiblere Arbeitszeiten durchsetzen. Direkt oder indirekt sind rund 70 000 Beschäftigte betroffen.

Die Tarifkommission der Gewerkschaft habe die Forderungen der Arbeitgeber nach Aufweichung der bisherigen Arbeitszeitregelungen und die geforderten Einschnitte bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld zurückgewiesen, sagte die Gewerkschaftssprecherin. Zugleich habe Verdi angeboten, die bestehenden Regelungen für Unternehmen in Krisenfällen zu flexibilisieren, wenn durch einen Wirtschaftsprüfer im konkreten Fall eine wirtschaftliche Notlage festgestellt werde. Darauf sei die Tarifgemeinschaft des Deutschen Reisebüro- und Reiseveranstalterverbandes nicht eingegangen. Auch seien von Arbeitgeberseite keine Vorstellungen zu den Löhnen und Gehältern vorgelegt worden.

Allerdings hatten im Vorfeld der ersten Runde, die in einem angespannten Klima stattfanden, weder Arbeitgeber noch Gewerkschaft mit einer Annäherung gerechnet. Die Neuverhandlungen waren aufgrund einer frühzeitigen Kündigung der noch bis Jahresende gültigen Tarifverträge durch den DRV notwendig geworden. Ein DRV-Sprecher sagte, die Arbeitgeberseite werde sich erst am Dienstag zum Ausgang der ersten Runde äußern.

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