Kein Gammelfleisch bei Kontrollen in Sachsen gefunden
Seehofer teilt gegen Verbraucher aus

Bundesverbraucherminister Horst Seehofer sieht in der großen Nachfrage nach billigen Lebensmitteln in Deutschland eine der Ursachen für den Fleischskandal.

HB FRANKFURT/MAIN. „Die „Geiz ist Geil'-Mentalität ist gerade bei Lebensmitteln hochgefährlich“, sagte der CSU-Politiker der „Bild“-Zeitung. „Qualitativ hochwertige Nahrungsmittel haben ihren Preis. Und Preisdumping erhöht natürlich den Druck auf die Erzeuger, Bestimmungen nicht mehr einzuhalten.“

Zugleich drohte Seehofer Betrieben, die ihrer Meldepflicht für verdorbenes Fleisch nicht nachkommen, mit härteren Strafen: „Wer seine Pflichten nicht erfüllt, muss mit Geldbuße oder in Extremfällen mit Freiheitsstrafe rechnen. Das werde ich durchsetzen.“ Der CSU-Politiker wandte sich strikt gegen eine Verurteilung der konventionellen Landwirtschaft wegen des Fleischskandals.

Der deutsche Lebensmittelhandel unterstützt die Pläne der Bundesregierung zur Eindämmung von Dumpingpreisen. Das angekündigte Verkaufsverbot für Fleisch unter Einstandspreis werde „selbstverständlich“ unterstützt, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels, Gerd Härig, am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „Berlin Mitte“. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels hatte dies vor wenigen Tagen noch abgelehnt.

Die Organisation Foodwatch kritisierte Seehofers Pläne zur Eindämmung des Handels mit verdorbenem Fleisch als unzureichend. Die Vorhaben seien zu allgemein und unverbindlich formuliert. Außerdem soll Seehofer in seinem Ministerium Verbraucher und Bauern gleichzeitig vertreten. „Das geht aber nicht, weil diese Interessen nicht deckungsgleich sind“, sagte Foodwatch-Chef Thilo Bode der „Netzeitung“.

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