Kein offener Brief
Lammert: Auch Polen muss „Offenheit gegenüber Geschichte“ zeigen

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat im Streit um die Rolle der Vertriebenen auch von Polen mehr „Offenheit gegenüber der Geschichte“ angemahnt. Die historische Verantwortung Deutschlands für Ausbruch und Folgen des Zweiten Weltkriegs sei unbestritten, schrieb er nach Angaben des Parlaments in einem Beitrag für die polnische Zeitung „Fakt“.

HB DÜSSELDORF. „Aber die Menschen, die persönlich schuldlos Opfer politischer Entwicklungen, staatlich veranlasster Verirrungen und Verbrechen geworden sind, haben einen Anspruch darauf, in ihrem Schmerz, mit ihrem Schicksal nicht allein gelassen zu werden. Dies gilt für Polen wie für Deutsche“, betonte Lammert. Zum ehrlichen Umgang von Völkern gehöre auch „die Öffnung für die Sichtweise des Gegenübers, der Verzicht auf Aufrechnen, das Zuhören auch unbequemer Standpunkte und das ehrliche Bemühen um Verständigung“.

Die „Bild„-Zeitung hatte berichtet, Lammert habe sich in einem offenen Brief an seinen polnischen Amtskollegen Marek Jurek geäußert. Diese Darstellung hat die Zeitung am heutigen Dienstag zurückgezogen. Der Artikel war nach Angaben des Bundestages bereits am vergangenen Freitag in der polnischen Tageszeitung erschienen.

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