„Kein Thema“ FDP weist CDU-Vorstoß zu Betreuungsgeld zurück

Der Chef der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder (CDU), will trotz Haushaltskonsolidierung nicht auf das Betreuungsgeld verzichten. Die FDP sieht das anders und warnt den Koalitionspartner vor vorschnellen Festlegungen.
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DÜSSELDORF. "Wenn ich 1 000 Euro für einen Ganztagsbetreuungsplatz als Staat zur Verfügung stellen kann, dann kann ich auch denjenigen, die ihre Kinder zu Hause betreuen, dafür eine finanzielle Unterstützung gewähren. Das ist auch ein Zeichen der Gerechtigkeit", sagte Kauder der "Rheinischen Post". Er fügte hinzu: "Wir haben das Betreuungsgeld vereinbart. Es wird kommen." Nach den Plänen der Bundesregierung soll das Betreuungsgeld ab 2013 gezahlt werden.

Die familienpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Miriam Gruß, wies Kauders Vorstoß im Gespräch mit Handelsblatt online scharf zurück. "Das Betreuungsgeld ist derzeit überhaupt kein Thema", sagte sie. Zwar sei im Koalitionsvertrag das Jahr 2013 für die Einführung festgeschrieben, doch sei noch nicht geklärt, wie die Familienleistung gewährt werde. Möglich seien Gutscheine, statt eine Barauszahlung.

Gruß räumte gleichwohl ein, dass es "nicht hoch genug geschätzt" werden könne, dass Kinder auch zu Hause gefördert würden. Dennoch seien die Betreuungsangebote in Kindertagesstätten von "großem Nutzen", betonte sie. "Die Betreuung in Kitas darf nicht verteufelt werden", warnte Gruß. Die FDP-Politikerin plädierte generell dafür, die Erziehungsleistung von Eltern besser zu fördern. "Ich kann mir vorstellen die Leistungen in der Rentenversicherung besser anzuerkennen", sagte sie.

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