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Kein Wechselfieber in Berlin: Wowereit nimmt Kurs auf dritte Amtszeit

Dass die Grünen Renate Künast ins Rennen gegen Klaus Wowereit schickten, klang vielversprechend. Doch kurz vor der Wahl ist die Luft raus. Die SPD ist obenauf. Nur mit wem sie künftig regieren wird, ist noch offen.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) mit Renate Künast. Quelle: dpa
Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) mit Renate Künast. Quelle: dpa

BerlinVor einem Jahr hatte sie die Nase vorn. In Umfragen übertrumpfte Renate Künast Berlins Regierenden Bürgermeister schon, bevor sie überhaupt erklärt hatte, dass sie gegen Klaus Wowereit antreten wolle. Die Aussicht, die Grünen könnten mit ihrer Fraktionschefin im Bundestag als Zugpferd nach der Wahl am 18. September 2011 die Nach-Wowereit-Ära einläuten, verlieh der Partei Flügel.

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Zu sehr hatte der SPD-Regierungschef (57) an Ansehen eingebüßt - durch Lustlosigkeit, Flapsigkeit und mangelnde Präsenz. Doch inzwischen gilt es als unwahrscheinlich, dass Künast (55) ihm das Rote Rathaus abjagen wird. Wowereit, der im Juni sein zehnjähriges Dienstjubiläum feierte, läuft sich für seine dritte Amtszeit warm.

Er tourte in den vergangenen Monaten durch die Bezirke, suchte das Gespräch mit Bürgern, engagierte sich im Flugrouten-Streit oder kümmerte sich um den Verkehrskollaps bei der S-Bahn. Zuletzt herzte er sogar neugeborene Schweine im Tierpark.

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Der Berliner Wahlforscher Oskar Niedermayer sieht jeden Konkurrenten des Amtsinhabers als chancenlos an. „Solange Wowereit kandidiert, kann ihm niemand gefährlich werden, solange er keine dramatischen Fehler macht.“ Wowereits Popularität, gepaart mit seiner Verwurzelung in seiner Heimatstadt und seiner Ausstrahlung als lockerer und weltoffener Repräsentant des neuen Berlin, seien kaum zu schlagen.

Auch für die Bundes-SPD wäre ein Sieg in der Hauptstadt der erhoffte Abschluss eines für die Partei durchweg erfolgreichen Superwahljahres. Nach den Erfolgen in Hamburg und Bremen könnte sie sich als führende Metropolen-Partei präsentieren. Mit Blick auf die Bundestagswahl 2013 käme den meisten Spitzengenossen Rot-Grün an Spree durchaus gelegen. Dagegen würde ein Bündnis mit der CDU die neue SPD-Macht im Bundesrat schwächen.

Mit einiger Sicherheit wird Wowereit im noch offenen Rennen um die SPD-Kanzlerkandidatur nach einem Sieg zu Hause wieder ins Gespräch kommen. Seine Berliner Parteifreunde oder Vertreter der SPD-Linken dürften argumentieren, anders als mögliche Mitkonkurrenten habe der SPD-Bundes-Vize erneut gezeigt, dass er Wahlen gewinnen könne. Dass es am Ende auf ihn hinausläuft, ist aber eher unwahrscheinlich.

  • 13.09.2011, 09:30 UhrAnonymer Benutzer: Ziouziou

    Bedauerlicherweise hat sich die Berliner FDP selber "abgeschossen" farblose Kandidaten, ein kaum zu überboetender Intrigantenstadl, und unvorstellbare Inkompetenz: Da wird sich doch kein Liberaler ernsthaft fragen, warum diese "Truppe" aus dem Parlament fliegen wird - für mich ist das eine klassische Marktbereinigung!!!

  • 12.09.2011, 17:51 Uhrmargrit117888

    na die "rosige" Zukunft in Berlin heißt, Berlin ist ein Eldorado für Hartz IV der Welt.
    Berlin hat die meisten Hartz IV-Empfänger
    Und mal ehrlich, Wowereit ist ja ein Kasper, aber wer will denn wirklich diese verkniffene Emanze Künast?

  • 12.09.2011, 11:13 UhrAnonymer Benutzer: MaWo

    @ Wolle,
    Punkt 2. von Ihnen ist die ironische Antwort.

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