Keine Belastung durch Abgeltungsteuer
BDI fordert unbelastete Unternehmensteuerreform

Deutschlands Großkonzerne fordern, dass die geplante Unternehmensteuerreform nicht mit der Einführung einer Abgeltungsteuer verbunden wird. Der BDI befürchtet, dass die Unternehmensteuerreform dadurch belastet werden könnte.

BERLIN. „Der Unternehmensteuerreform dürfen nicht die Kosten anderer Reformprojekte, wie der Abgeltungsteuer auf private Zinserträge, angelastet werden“, sagte BDI-Präsident Jürgen Thumann dem Handelsblatt. Mit der Besteuerung der Unternehmen habe die Abgeltungsteuer nichts zu tun. Sie solle aber nach den Regierungsplänen „bereits zwei Mrd. Euro des bereitgestellten Volumens von fünf Mrd. Euro beanspruchen“, kritisierte Thumann.

Die Bundesregierung will zum 1.1.2008 die Steuerlast aus Körperschaft-und Gewerbesteuer für Kapitalgesellschaften von heute knapp 39 auf gut 29 Prozent senken. Geplant ist auch die Einführung einer Abgeltungsteuer von zunächst 30, später 25 Prozent für private Kapitaleinkünfte. Die Abgeltungsteuer würde nach Berechnungen des Finanzministeriums den Fiskus zwei Mrd. Euro an Einnahmeausfällen kosten. Die Koalition hatte sich vor der Sommerpause darauf verständigt, dass die Unternehmen netto maximal um fünf Mrd. Euro entlastet werden sollen.

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