Keine Beteiligung an Drogenbekämpfung
Bundeswehr plant zweites Aufbauteam in Afghanistan

Deutschland verstärkt seine Präsenz in Afghanistan und setzt nach Kundus ein zweites regionales Wiederaufbauteam (PRT) ein. Standort soll die Stadt Feisabad im Nordosten des Landes sein, bestätigte der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Freitag in Berlin.

HB BERLIN. Geplant ist dabei eine Zusammenarbeit mit den Niederlanden. Wie der Hessische Rundfunk berichtete, wurde eine entsprechende Vereinbarung zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem niederländischen Regierungschef Jan Peter Balkenende getroffen, die Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) umsetzen soll. Wie hoch der personelle Anteil der Bundeswehr an dem zweiten Standort sein werde, stehe noch nicht fest, hieß es in Berlin. Gegenwärtig fänden Gespräche auf Arbeitsebene statt.

Der Standort des zweiten Wiederaufbauteams (PRT) in der Provinz Badachschan wird allerdings - entgegen den bisherigen Planungen - kein Außenposten von Kundus, wo rund 250 Bundeswehrsoldaten zur Bewachung von Aufbauhelfern stationiert sind. Laut Bundestagsbeschluss vom Oktober 2003 ist das Engagement der Bundeswehr zum Schutz der Aufbauteams auf 450 Soldaten begrenzt. Sie würden dann auf zwei regionale Aufbauteams verteilt, sagte Struck dem Rundfunksender. Feisabad gilt als ein Zentrums des Mohnanbaus. Die Bundeswehr werde sich aber auch in Zukunft nicht an der Drogen-Bekämpfung beteiligen. Dies sei Sache der Briten und Afghanistans, sagte Struck. Die Afghanen hatten sich verpflichtet, die Felder selber zu zerstören.

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