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Keine Effekte: Hotels trotz Steuersenkung im Januar teurer

Die deutschen Hoteliers gegen die Mehrwertsteuersenkung nicht an ihre Kunden weiter: Eine repräsentative Erhebung hat für den Januar sogar einen Anstieg von einem Prozent ergeben. Der Wachstumsimpuls der Bundesregierung bleibt damit in den Geldbörsen der Hoteliers hängen.

Hotel Adlon in Berlin: Herbergen geben Mehrwertsteuersenkung nicht an Kunden weiter. Quelle: dpa
Hotel Adlon in Berlin: Herbergen geben Mehrwertsteuersenkung nicht an Kunden weiter. Quelle: dpa

HB Düsseldorf. Die Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen in Hotels wirkt sich nach einer Vergleichsstudie bisher nicht auf die Preise in der deutschen Hotellerie aus. Der Hotelpreisindex des Unternehmens Trivago aus Düsseldorf verzeichnet sogar einen leichten Anstieg der Zimmerpreise im Januar um rund ein Prozent: Im Schnitt koste ein Doppelzimmer in ausgewählten deutschen Großstädten derzeit 90 Euro. Das seien sieben Euro weniger als vor einem Jahr, aber ein Euro mehr als im Dezember. In 50 ausgewählten Städtezielen in Europa seien die Preise seit Dezember dagegen um zwei Prozent gesunken. Basis des Index sind die 50  000 Anfragen zu Zimmerpreisen, die täglich bei Trivago eingehen.

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Die Mehrwertsteuer auf Hotelübernachtungen in Deutschland ist am 1. Januar von 19 auf 7 Prozent reduziert worden. Trivago geht davon aus, dass der Kostenvorteil von den Hoteliers auch künftig eher nicht an die Gäste weitergegeben wird. Hintergrund seien der Preisverfall im Zuge der Finanzkrise und die niedrigen Margen in der Hotellerie.

  • 11.01.2010, 17:07 UhrAnonymer Benutzer: Ein Hotelier

    Das Senkung der Mehrwertsteuer ist Teil des Wachstumsbeschleunigungsgesetzt dient in erster Linie den Hoteliers als Spielraum für nötige investitionen, Gehälteranpassungen und Schulungsmaßnahmen. Wenn man den Durchschnittspreis von 90€ sieht, ist dies ein Witz im Gegensatz zum europäischen Markt.

  • 07.01.2010, 20:33 UhrAnonymer Benutzer: juergenkalaehne

    Die von TRiVAGO festgestellte Entwicklung der Hotelpreise nach der Steuersenkung für Hoteliers macht deutlich, wie die Geldverteilung der Koalition aus CDU / CSU / FDP funktioniert.

    Nicht unerwähnt bleiben sollte aber, daß mit diesem - von mir erwartenten - Verhalten vieler Hoteliers, für die gewerblichen Kunden die Kosten für Geschäftsreisen um etwa 11 % steigen.

    beim genannten Zimmerpreis von 90 Euro entstehen jetzt 84,11 Euro, statt bislang 75,65 Euro Kosten pro Übernachtung. Und diese Kosten sind häufig nicht einfach in die Preiskalkulation zu übertragen...Da wird manches Unternehmen die Notwendigkeit / die Dauer von Geschäftsreisen überdenken. Folge wird ein Absinken der Zahl der Hotel - Übernachtungen sein. Das wäre dann ein teuers Eigentor für die DEHOGA - Lobby ! ... Juergen Kalaehne

  • 07.01.2010, 18:21 UhrAnonymer Benutzer: Stix

    Das war ja klar, der DEHOGA schreibt auf seiner Homepage, dass die Hoteliers die Steuersenkung auch nicht weitergeben sollen, sondern das Geld investieren sollten. Weiterhin ergibt sich gerade bei Geschäftsreisenden ein Problem mit dem Verpflegungsmehraufwand, da die Hotels das Frühstück explizit aus dem Übernachtungspreis rausrechnen müssen. Übernachtung: 7 % MwSt, Frühstück: 19 % MwSt. Für manchen Hotelgast wird also auch eine geschäftliche Übernachtung nicht billiger...

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