Keine eigene Mehrheit für CDU und FDP
Vorläufiges Ergebnis der Wahl in Sachsen

Der FDP-Chef in Sachsen hat vor einer Koalition der Verlierer gewarnt. CDU und SPD haben in Sachsen Federn lassen müssen, könnten aber gemeinsam die Regierung stellen.

HB DRESDEN. Die CDU hat in Sachsen ihre absolute Mehrheit eingebüßt, bleibt aber stärkste Kraft. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis von Sonntagabend verlor die Partei von Ministerpräsident Georg Milbradt 15,8 %punkte und kam auf 41,1 %. Sie muss sich nun einen Koalitionspartner im Landtag suchen, der durch Überhang- und Ausgleichsmandate von 120 auf 124 Sitze erweitert wird.

Zusammen mit der FDP, die auf 5,9 % der Stimmen und sieben Sitze kommt, gibt es jedoch keine ausreichende Mehrheit. Es fehlt ein Sitz, weil die CDU nur 55 Sitze erhält. Für die absolute Mehrheit sind 63 Sitze erforderlich.

Damit kommt die SPD, die auf 9,8 % abrutschte und 13 Sitze erhält, als Koalitionspartner der CDU in Frage. „Wir nehmen die Gesprächsangebote an, wenn sie uns erreichen“, sagte SPD-Chef Thomas Jurk. FDP-Chef Holger Zastrow warnte unmittelbar nach Bekanntwerden des Ergebnisses vor einer „Koalition der Verlierer“ aus CDU und SPD. Die CDU wollte sich nach Aussage von Sprecher Ralph Schreiber am Sonntagabend nicht mehr äußern.

Die PDS erreichte 23,6 % (31 Sitze). Die NPD, die mit 9,2 % erstmals seit 1968 wieder in einen Landtag einzieht, erhält zwölf Sitze.

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