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Keine Kampftruppen: Merkel verneint Kampf-Einsatz für Mali

Bundeskanzlerin Merkel hat sich erneut gegen einen Kampfeinsatz von deutschen Soldaten in Mali ausgesprochen. Deutschland werde sich aber durch eine Ausbildungs- und Unterstützermission der EU für das Land engagieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Forderungen der Afrikanischen Union nach einem stärkeren Engagement Deutschlands in Mali zurückgewiesen. Quelle: dapd
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Forderungen der Afrikanischen Union nach einem stärkeren Engagement Deutschlands in Mali zurückgewiesen. Quelle: dapd

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Forderungen der Afrikanischen Union nach einem stärkeren Engagement Deutschlands in Mali zurückgewiesen. Deutschland denke derzeit nicht darüber nach, "Kampftruppen dahin zu schicken", sagte Merkel nach einem Treffen mit dem Präsidenten von Benin und Vorsitzenden der Afrikanischen Union (AU), Thomas Boni Yayi, am Mittwoch in Berlin.

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Frankreich sei im Augenblick in Mali militärisch aktiv und "glaubt, dass es diese Aufgabe auch erfüllen kann", betonte die Kanzlerin. Deutschland werde aber dem Wunsch Frankreichs nachkommen, die ECOWAS-Truppen im Hinblick auf Transport und Ausrüstung zu stärken. Außerdem müsse die malische Armee in den Zustand versetzt werden, das Land selbst sichern zu können. "Hieran wird sich Deutschland im Rahmen einer europäischen Ausbildungsmission beteiligen", sagte Merkel weiter. Über diese Vorgehensweise habe man sich mit Frankreich breit abgestimmt.

Bundeswehr Wo deutsche Soldaten überall im Einsatz sind

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Yayi hatte zuvor gesagt, die AU würde es begrüßen, wenn sich Deutschland aktiv an der Konfliktbewältigung in Mali beteilige. Der Präsident betonte, die Intervention von Frankreich werde in Afrika nicht als koloniale Angelegenheit bewertet, sondern es sei allen klar, dass Frankreich es sich zur Aufgabe gesetzt habe, die verfassungsmäßige Ordnung in dem westafrikanischen Staat zu stabilisieren.

  • 23.01.2013, 16:42 Uhrhagadi

    Wir sollten lieber wieder zu unserer alten Wehrdients- Verteidiungsarmee zurückfinden...das schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch weniger Probleme im sozialen Gefüge unseres Landes. Für die Millionen, die unnötige Auslandseinsätze uns kosten, können wir uns auch eine hochmoderne Kampftruppe zur Selbstverteidigung leisten.

  • 23.01.2013, 16:18 Uhrlensoes


    Ach Merkelhöschen, warum wollt ihr nicht mehr für uns kämpfen ?. Verkauft euch doch nicht aufn Basar....

    Nur wegen der "FDP Bezahlmuftis aus Mölliszeiten" ?

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