Keine Kandidatur für Bundestag
Lafontaine kehrt Berlin den Rücken – fast

Linken-Chef Oskar Lafontaine hat wegen seiner Ambitionen auf das Amt des Ministerpräsidenten im Saarland seine Bewerbung um ein Bundestags-Direktmandat überraschend zurückgezogen. Ein Hintertürchen für Berlin hält er sich aber noch offen.

HB SAARBRÜCKEN. Lafontaine strebt über die Landesliste ein Mandat in Berlin an, wie die Sprecherin der Saar-Linken, Birgit Huonker, am Freitag der Nachrichtenagentur AP. Sie bestätigte damit einen Bericht von „Spiegel Online“.

„Er kann nicht überall kandidieren“, sagte Huonker. Nach ihren Worten will Lafontaine den Schwerpunkt auf die Landtagswahl am 30. August legen, bei der er ein Comeback als Ministerpräsident anstrebt. Die Linke hat ihn bereits im August vergangenen Jahres zum Spitzenkandidat für den Landtag nominiert.

Bei der letzten Bundestagswahl war Lafontaine über die nordrhein-westfälische Landesliste in das Parlament eingezogen. Gleichzeitig trat er im Wahlkreis Saarbrücken an, kam aber mit 26,1 Prozent der Erststimmen nur auf Platz 3. Als saarländischer SPD-Chef hatte Lafontaine früher diesen Wahlkreis dreimal direkt gewonnen, zuletzt 1998 mit 56,4 Prozent der Stimmen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%