„Keine Kleinigkeit“
CIA-Visite in Kiew sorgt für Empörung

Inmitten der Ukraine-Krise stattet US-Geheimdienstchef Brennan der Hauptstadt des Landes einen Besuch ab. Washington spricht von einer Routine-Visite, Russland glaubt das nicht. Und auch in Berlin regt sich Kritik.
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BerlinDass sich CIA-Chef John Brennan am vergangenen Wochenende in Kiew aufgehalten hat, sorgt für Unmut in Berlin. Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, sieht die Bundesregierung in der Pflicht, bei den Amerikanern Aufklärung einzufordern. „Kein Mensch glaubt doch daran, dass der CIA-Chef mitten in dieser Krise Kiew einen reinen Routinebesuch abstattet. Das ist keine Kleinigkeit“, sagte Riexinger Handelsblatt Online.

Washington habe die Krise in der Ukraine von Anfang an eskaliert, sagte Riexinger weiter. „Von Amerika aus ist die Krise weit weg, von Berlin aus nicht. Deutschland hätte die Hauptlast jeder Eskalation zu tragen.“ Daher müsse sich Deutschland „vom Eskalationskurs der Amerikaner emanzipieren“, betonte Riexinger und fügte hinzu: „Die Bundesregierung muss in Washington auf hundertprozentige Aufklärung zu den Zielen dieser Visite drängen.“

Das Weiße Haus hatte gestern den Besuch Brennans in Kiew bestätigt. „Normalerweise äußern wir uns nicht zu den Reisen des CIA-Direktors“, sagte ein Sprecher des US-Präsidialamtes. „Angesichts der besonderen Umstände in diesem Fall und wegen der von Russland vorgebrachten Unterstellungen hinsichtlich der CIA bestätigen wir, dass der Direktor als Teil seines Europabesuchs in Kiew war.“

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte die USA aufgefordert, sie sollten erklären, was Brennan in der Ukraine gemacht habe. Das US-Präsidialamt erklärte dazu, dass Besuche ranghoher Geheimdienstmitarbeiter ein übliches Mittel seien, um eine gegenseitig nützlich Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich voranzubringen. Auch zwischen den USA und Russland habe es über Jahre hinweg solche Treffen und eine Kooperation gegeben.

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  • @ Inflate die Zarenbombe sind nicht 50 Megatonnen das doppelte und ich lege sie persönlich den Putin ins Bett

  • Morchel an vorderste Front!!!
    Ich wünsche Ihnen dort einen gepflegten Kopfschuss.
    Im übrigen gilt auch für Sie: gut, dass es einen Sacharow gab. Der Atomphysiker Andrei Dmitrijewitsch Sacharow, "Vater" der sowjetischen Wasserstoffbombe, mitbeteiligt am Bau der "Alles-Weg-Maschine" Zar-Bombe...
    https://de.wikipedia.org/wiki/Zar-Bombe
    ... späterer Regimekritiker und Friedensnobelpreisträger begründete sein Engagement für die Entwicklung von Kernwaffen einmal damit, dass die Existenz dieser Waffen die einzige Garantie dafür sei, um durchgeknallte Möchtegern-Krieger (wie Sie) in die Schranken zu weisen und die Erde vor der Zerstörung durch die mit Abstand unnötigste auf ihr lebende Spezies zu bewahren...

  • Morchel
    so viel Unsinn und das schon am Vormittag, ist schwer zu ertragen.
    Möchten Sie Krieg?
    Sie haben noch keinen erlebt, man merkt es

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