„Keine One-Man-Show“
FDP streitet über Westerwelles Rolle

Die FDP diskutiert kurz vor ihrem traditionellen Dreikönigstreffen kontrovers über die Rolle von Parteichef Guido Westerwelle. Fraktionsvize Birgit Homburger wies die Äußerungen des früheren Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Gerhardt zum Erscheinungsbild der Liberalen zurück. Und auch Gerhardt will sich nicht als Kritiker Westerwelles verstanden wissen.

HB STUTTGART/BERLIN. „Wir haben keine One-Man-Show“, sagte Fraktionsvize Homburger. Grundsätzlich begrüßte sie, dass Gerhardt sich „wieder aktiver engagiert“. In dessen Thesenpapier stehe aber „nichts Neues drin.“

Gerhardt hatte dem „Handelsblatt“ gesagt: „Man kann nicht als One- Man-Show kurz vor der Bundestagswahl Kaninchen aus dem Hut zaubern.“ In seinem Thesenpapier „Für Freiheit und Fairness“ hatte Gerhardt die Parteiführung um Westerwelle nicht angegriffen. Er kritisierte jedoch, dass die FDP ihr Potenzial derzeit nicht ausschöpfe.

Gerhardt wertete sein Papier am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“ nicht als Kritik an Westerwelle. „Es geht nicht um einen Wettbewerb Gerhardt-Westerwelle, das wäre völlig überhöht“. Er habe lediglich einen „Denkanstoß“ gegeben. Gerhardt, der 2006 sein Amt an Westerwelle abgeben musste und heute Vorsitzender der Friedrich- Naumann-Stiftung ist, räumte aber ein: „Es gibt nie Denkanstöße, ohne dass es auch Reibung gibt.“

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