Keine Spitzenkandidatin
Grüne setzen auf Fischer

Die Grünen ziehen mit einem neunköpfigen "Spitzenteam" in den Wahlkampf, das von Außenminister Joschka Fischer angeführt wird. Forderungen aus der Fraktion nach einer zweiten Spitzenkandidatin verhallen damit ungehört.

HB BERLIN. Parteichefin Claudia Roth sagte, neben ihr und Parteiche Reinhard Bütikofer würden dem Spitzenteam auch die Minister Renate Künast und Jürgen Trittin, die Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und Krista Sager sowie Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke und der Parlamentarische Geschäftsführer Volker Beck angehören. Dies habe der Parteivorstand beschlossen. Die neun Politiker sollten für die Partei die zentrale Rolle im Wahlkampf spielen. In der Grünen-Fraktion waren zuvor Forderungen nach einer Spitzenkandidatin an der Seite Fischers laut geworden.

Roth sagte weiter, am 20. Juni werde der Bundesvorstand einen Wahlprogramm-Entwurf verabschieden. Grünen- Wahlkampfleiter Fritz Kuhn sagte, die derzeitige Programmarbeit bestehe darin, die unterschiedlichen Stimmen der Basis zu integrieren. Vertreter der Partei-Linken wie der Berliner Abgeordnete Hans-Christian Ströbele hatten verlangt, linke Forderungen wie die nach Investitionsprogrammen stärker zu berücksichtigen. Bis zum Grünen-Parteitag am 9. und 10. Juli in Berlin hätten die Kreisverbände Zeit, Änderungsvorschläge zu formulieren, sagte Roth.

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