Keine Stellungnahme
CDU-Intrigen treffen auch Teufel

Nach der Diskussion um die Bundesvorsitzende Angela Merkel sind auch in der CDU von Baden- Württemberg Intrigen-Vorwürfe laut geworden. Ziel der Angriffe soll Ministerpräsident Erwin Teufel sein, um den in der CDU seit Monaten eine Nachfolgedebatte geführt wird.

HB BERLIN/STUTTGART. Die baden-württembergische CDU- Landesgruppe im Bundestag soll sich nach Medienberichten in einer Abstimmung mit klarer Mehrheit gegen eine weitere Amtszeit von Teufel ausgesprochen haben. Dies wurde jedoch am Mittwoch von Teilnehmern bestritten.

Der stellvertretende CDU-Landesgruppenchef Andreas Schockenhoff sprach in Berlin von einer „Intrige gegen Teufel aus den eigenen Reihen“. In Stuttgart war keine Stellungnahme zu erhalten. Teufel befand sich auf einer Dienstreise in Kroatien. „Einzelne wenden eine Zermürbungsstrategie an, um den Ministerpräsidenten weich zu kochen und den gemeinsam verabredeten Zeitplan zu unterlaufen“, sagte Schockenhoff. Dies sei ein Vertrauensbruch von ungeheuerlichem Ausmaß. Wer aus der Landesgruppe die „falschen Angaben“ nach außen weiter geleitet hatte, wollte Schockenhoff nicht sagen.

Nach Darstellung des Vorsitzenden der CDU-Landesgruppe, Georg Brunnhuber, wurden in der Sitzung zwar kritische Stimmen zu einer möglichen neuerlichen Spitzenkandidatur von Teufel für die Landtagswahl 2006 laut. Eine Abstimmung habe es aber nicht gegeben. Damit widersprach er einem Bericht der „Financial Times Deutschland“, nach dem in der Sitzung am Montagabend etwa zwei Drittel der Abgeordneten für einen Generationswechsel in Stuttgart votierten. Der 65 Jahre alte Teufel ist seit 1991 Regierungschef. Er will sich nach eigenen Angaben bis zum Ende des Jahres zu seiner politischen Zukunft äußern. Am 12. Februar 2005 soll dann ein Landesparteitag entscheiden, wer die Südwest-CDU als Spitzenkandidat in die Landtagswahl führt.

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