Keine Zwischenfälle bei der Wahl
Merkel kam kaum an die Urne

Die Beteiligung an der Bundestagswahl am Sonntag war bis 14.00 Uhr um 0,9 Prozentpunkte geringer als bei dem Urnengang vor drei Jahren.

BERLIN. Das teilte Bundeswahlleiter Johann Hahlen am Sonntag in Berlin mit. 2002 waren bis zum frühen Nachmittag 42,8 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen gegangen. Diesmal machten 41,9 Prozent von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Bei meist strahlend sonnigem Herbstwetter berichteten die Wahlleiter von unterschiedlich starkem Andrang in den einzelnen Bundesländern. Zwischenfälle wurden nicht gemeldet.

In Bayern blieb der Wahlverlauf bis zum Mittag schleppend. In sechs bayerischen Städten blieb die Beteiligung um vier bis fünf Prozentpunkte hinter dem entsprechenden Stand bei der Bundestagswahl 2002 zurück. Die höchsten Mittagsquoten erzielten Regensburg und München mit jeweils rund 40 Prozent einschließlich der Briefwahlanträge. In Hamburg lag die Wahlbeteiligung einschließlich Briefwahl bis 11.00 Uhr bei 33,6 Prozent und damit unter dem Wert von 2002, als sie 37,8 Prozent erreicht hatte. In Hessen wurde bis Mittag eine Beteiligung zwischen 17 und 28,4 Prozent gezählt. 2002 lag sie um die Mittagszeit landesweit zwischen 23 und 33 Prozent.

Dagegen zeichnete sich in Nordrhein-Westfalen eine hohe Wahlbeteiligung ab. Bis zum Mittag gaben in ausgewählten Stimmbezirken rund 40 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, teilte die Landeswahlleiterin mit. Damit lag die Wahlbeteiligung deutlich höher als 2002. In der Landeshauptstadt Düsseldorf erreichte sie knapp 50 Prozent.

Ein höheres Interesse als 2002 meldeten auch Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz. In Baden-Württemberg und Sachsen lag die Wahlbeteiligung ebenso hoch oder leicht höher als vor drei Jahren. Die Landeswahlleitung in Berlin rechnete mit einer höheren Beteiligung, ebenso Mecklenburg-Vorpommern.

Unter großem Medienandrang gaben Bundeskanzler Gerhard Schröder und seine Herausforderin Angela Merkel in Hannover und Berlin ihre Stimme ab. Besonders als Merkel wählte entwickelten sich in der Mensa der Humboldt-Universität in Berlin chaotische Verhältnisse wegen des großen Medienandrangs.

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