Kernkraft: Brunsbüttel-Betreiber wollen Meiler länger laufen lassen

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Brunsbüttel-Betreiber wollen Meiler länger laufen lassen

Der Energiekonzern Vattenfall will für das Atomkraftwerk Brunsbüttel in Schleswig-Holstein eine Verlängerung der Laufzeit über das Jahr 2009 hinaus erreichen. Dazu soll ein Teil der Restlaufzeit eines neueren Atomkraftwerks „abgezwackt“ und auf Brunsbüttel übertragen werden.

HB KIEL. Einen entsprechenden Antrag beim Bundesumweltministerium habe Vattenfall am Freitag angekündigt, teilte das für Reaktorsicherheit zuständige Kieler Sozialministerium mit. Zu diesem Zweck sollen nach dem Willen der Firma von einem neueren Atomkraftwerk Strommengen-Kontingente auf Brunsbüttel übertragen werden. Von welchem Meiler die Kapazitäten stammen sollen, gab Vattenfall nicht bekannt. Entsprechende Anträge gibt es bereits in Hessen und Baden-Württemberg für die Kernkraftwerke Biblis A und Neckarwestheim I.

Schleswig-Holsteins Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) erklärte, sie gehe dennoch von einer Abschaltung des Meilers in Brunsbüttel im Jahre 2009. Zwar habe das Land keine Entscheidungskompetenz, aber sie gehe davon aus, dass Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zu seinen Äußerungen zu dem norddeutschen Kernkraftwerk steht. Gabriel hatte gesagt, es sei sinnvoll, Brunsbüttel abzuschalten. Der Siedewasserreaktor an der Unterelbe ist seit 1977 am Netz und wird von Vattenfall und Eon betrieben, wobei der schwedische Energiekonzern zwei Drittel der Anteile hält.

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