KfW-Kritik
Länder-Minister fordern mehr Kredite für kleine Firmen

Die Wirtschaftsminister der Länder haben eine bessere Kreditversorgung für kleine und mittelständische Unternehmen zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise gefordert. Kleine Unternehmen würden bisher von der staatlichen KfW faktisch ausgeschlossen, kritisierte Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers.
  • 0

HB LÜBECK. Das Sonderprogramm der staatlichen KfW-Bankengruppe müsse so umgestaltet werden, dass diese Firmen nicht faktisch von der Kreditvergabe ausgeschlossen werden, sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Die Linke) am Dienstag zum Abschluss der Wirtschaftsministerkonferenz in Lübeck. Wirtschaftlich gesunde Unternehmen müssten alle Chancen bekommen, Aufträge anzunehmen und abzuwickeln, ohne an zu hohen Auflagen der Banken zu scheitern.

Die Wirtschaftsminister und-senatoren der Länder appellierten eindringlich an die Banken und Sparkassen, ihre Anfang Dezember im Bundeskanzleramt eingegangene Selbstverpflichtung zur Kreditvergabe einzulösen. "Die sich erholende Konjunktur darf nicht durch eine zu restriktive Kreditvergabe gefährdet werden", sagte Christoffers.

Zudem sprachen sich die Minister dafür aus, dass Unternehmen ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung stärker als bisher von der Steuer absetzen können. "Das ist unbürokratischer, als eine direkte Förderung und würde für Wachstum und mehr Steuereinnahmen sorgen", begründete der saarländische Wirtschaftsminister Christoph Hartmann (FDP) den Vorstoß, dem die Ministerrunde gegen das Votum Schleswig- Holsteins zustimmte. "Das würde für uns Steuerausfälle in einer Größenordnung von 60 Mio. Euro bedeuten. Eine solche Entlastung ist nur als Teil eines steuerlichen Gesamtkonzeptes machbar", sagte Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU).

Kommentare zu " KfW-Kritik: Länder-Minister fordern mehr Kredite für kleine Firmen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%