KfW
Streit über Zinsen bei KfW-Studienkrediten

Die auf politischen Druck zurückgenommene Zinserhöhung zum 1. Oktober für Studienkredite der KfW-Bankengruppe stellt die öffentlich-rechltiche Förderbank vor Probleme.

BERLIN. "Es gibt noch zwei ungeklärte Fragen", sagte eine Sprecherin von Bundesbildungsministerium Annette Schavan (CDU) dem Handelsblatt. "Eine davon ist, wer die Zinsdifferenz finanziert." Die andere Frage sei, wie die Kredite künftig stärker an die individuelle Situation der Darlehensnehmer angepasst werden könnten.

Hintergrund ist ein Streit zwischen dem Bundesbildungsministerium und der Bankengruppe. Die KfW hatte angekündigt, die Zinssätze für ihren Studienkredit von 6,3 Prozent auf sieben Prozent zu erhöhen, was zu erheblichen Protesten führte. Nach Intervention von Schavan senkte die KfW den Zinssatz um 0,5 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent. Die politisch erzwungene Zinssenkung muss entweder von der Bank oder vom Staat finanziert werden.

In dem Streit hatte das Ministerium die KfW aufgefordert, die Struktur der Studienkredite dahingehend zu ändern, dass die Rückzahlungsmodalitäten der Kredite auf die individuelle Situation der Darlehennehmer angepasst werden. "Es gibt noch keine Vorschläge der KfW", sagte die Sprecherin. Im Gespräch ist zudem, die Studentenförderung mit Bundesdarlehen zu kombinieren, um eine Zinsobergrenze festlegen zu können. Bei Einführung der Studienkredite lag der Zinssatz bei 5,1 Prozent. Die Höchstförderung beträgt 650 Euro im Monat.

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