Kinderbetreuungskosten: SPD will Klausurbeschluss nachbessern

Kinderbetreuungskosten
SPD will Klausurbeschluss nachbessern

Neuer Zündstoff für die große Koalition: Die SPD will erreichen, dass Familien Kinderbetreuungskosten schon vom ersten Euro an steuerlich geltend machen können. In Genshagen hatten die Koaitionspartner noch beschlossen, dass die Kosten für unter Sechsjährige erst ab 1000 Euro angerechnet werden.

HB MAINZ. Die SPD-Familienexpertin Kerstin Griese sagte am Montag, der Vorstand habe auf seiner Klausurtagung in Mainz einen entsprechenden Beschluss gefasst. Im Vorstand sei niemandem klar, warum nach den bisherigen Plänen bei Kindern unter sechs Jahren die Kosten erst ab 1000 Euro angerechnet werden sollen und bei älteren Kindern bis 14 Jahren schon ab dem ersten Euro.

Das Bundeskabinett hatte auf der Klausurtagung in Genshagen außerdem beschlossen, dass berufstätige Eltern bis zu 4000 Euro pro Jahr an Kinderbetreuungskosten etwa in einem Kindergarten absetzen können. Bisher konnten die Kinderbetreuungskosten für unter 6-jährige erst ab dem Betrag von 1548 Euro geltend gemacht werden

Griese sagte, durch die Nachbesserung sollten die zu erwartenden Mehrausgaben des Staates nicht über den vereinbarten Finanzrahmen von 460 Millionen Euro steigen. Deshalb solle der maximal absetzbare Betrag gesenkt werden. Nach ihrer Schätzung werde der abzugsfähige Betrag künftig zwischen 1000 und 1500 Euro liegen. Im Gespräch sei zudem eine Staffelung nach Alter der Kinder, da sich der Betreuungsaufwand je nach Alter unterscheide.

SPD und Union wollen die Familien und die Kinderbetreuung stärken. Sie konkurrieren beim Engagement für die Familien, das sie als Kernthema ihrer Politik sehen.

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