Kinderlose sollen sich vermehrt privat absichern
CSU will Eltern bei Rente besser stellen

Die CSU hat sich für eine Besserstellung von Eltern bei der Rentenberechnung ausgesprochen. Kinderlose sollen dagegen laut einem Zeitungsbericht nur noch eine Basisrente erhalten.

HB BERLIN. Wer mehr Kinder in die Welt setzt, der soll dafür auch belohnt werden – und zwar bei der Höhe der Rente. So lautet kurz die Formel, auf die sich die CSU bei ihrem Alternativ-Rentenkonzept zu den Vorschlägen der Herzog-Kommission festgelegt hat. So will der CSU-Vorsitzende Stoiber, dass Eltern, wenn sie in Rente gehen, pro Kind etwa 100 Euro mehr bekommen sollten. Zugleich sollten sie während der Erziehungszeit «ein Stück weniger» an Beiträgen zahlen, da sie eine «doppelte Leistung» erbrächten, sagte der bayerische Ministerpräsident im ZDF. Der designierte CSU-Generalsekretär Markus Söder begrüßte die Überlegungen seines Chefs. Er sei davon fasziniert, sagte er dem Nachrichtenmagazin «Focus». Zugleich prognostizierte Söder für die Zukunft generell eine niedrigere Rente für alle. Wegen der demographischen Entwicklung würden die Bezüge zur Altersversorgung «langfristig sinken», sagte er. Zwar wandte er sich gegen eine Anhebung der Rentenbeiträge als Ausgleich. Doch schloss er einen maximalen Beitrag von 20 Prozent nicht aus. Keine Generation sollte «mehr als 20 Prozent des Einkommens in die Rentenversicherung zahlen», sagte der künftige Generalsekretär.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» sieht die CSU indessen für Kinderlose lediglich noch eine Basisrente vor. So sollen ihre Hinterbliebenenrenten gekürzt und die Altersgeldabschläge bei vorzeitigem Ruhestand angehoben werden. Wie der «Spiegel» weiter berichtet, sollen Kinderlose zu mehr privater Altersvorsorge angehalten werden, um später nicht auf Sozialhilfe angewiesen zu sein. Wer keine Nachkommen groß zieht, soll demnach bis zu acht Prozent seines Einkommens in die Riester-Rente einzahlen, heißt es. Bei Eltern sollen es lediglich vier Prozent bleiben.

Am Montagabend will die CSU bei einem Treffen in der bayerischen Staatskanzlei ihr Alternativ-Rentenkonzept zu den Vorschlägen der Herzog-Kommission beraten.

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