Kinderporno-Affäre
Zeugen bestätigen Aussage Edathys

Entscheidende Stunden im Edathy-Untersuchungsausschuss: Ex-Mitarbeiter und der LKA-Präsident bestätigen erstmals die Darstellung des einstigen SPD-Abgeordneten zu den Ereignissen nach der Kinderporno-Affäre.
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BerlinIm Untersuchungsausschuss des Bundestags zur Kinderporno-Affäre haben mehrere Zeugen die Aussagen des früheren SPD-Abgeordneten Sebastian Edathy bestätigt. Damit wird die Affäre um Geheimnisverrat und politische Freundschaften zu einer großen Belastungsprobe für die SPD. Vor allem der Aussage des SPD-Abgeordneten Michael Hartmann, der im Dezember vom Ausschuss befragt worden war, wurde am Donnerstag von drei Vertrauten Edathys in mehreren Punkten widersprochen.

Einer von ihnen sagte, Hartmann habe ihm bereits am 15. November 2013 während eines SPD-Parteitags berichtet, dass Edathys Name auf einer Verdächtigenliste stehe und dass die SPD-Spitze davon wisse. Das verlautete am Abend aus dem Ausschuss, der den Zeugen hinter verschlossenen Türen befragte. Edathy selbst hatte nach eigener Aussage erst etwas später von Hartmann erfahren, dass Ermittlungen wegen der Bestellung von Nacktbildern Minderjähriger gegen ihn liefen.

Hartmann hatte ausgesagt, der heutige SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann habe ihn damals gebeten, sich um Edathy zu kümmern, als dieser Ende 2013 in einem schlechten Zustand gewesen sei. Die Oppositionsvertreter im Ausschuss sehen, nachdem ihnen Hartmanns Einlassungen nun sehr zweifelhaft erscheinen, auch Oppermann wieder in der Schusslinie. „Das ist ein schwarzer Tag für die SPD, das muss ich sogar als Koalitionspartner sagen“, erklärte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Michael Frieser (CSU).

Edathy hatte im Februar 2014 sein Mandat niedergelegt. Kurz darauf hatte die Polizei seine Büros und seine Wohnung nach kinderpornografischem Material durchsucht. Im Februar steht er in Niedersachsen wegen Kinderpornografie vor Gericht.

Dem Untersuchungsausschuss sagte Edathy später, sein Fraktionskollege Hartmann habe ihm im Herbst 2013 Informationen über die Ermittlungen zukommen lassen, die er aus dem Bundeskriminalamt erhalten habe. Hartmann bestreitet das. Die Grünen-Obfrau Irene Mihalic konstatierte nun: „Die Aussage von Sebastian Edathy ist glaubwürdig, die von Michael Hartmann ist es nicht.“

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Ziercke möglicher Informant

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  • Man sieht hier direkt die Vetternwirtschaft vor Augen. Mit Zierke der vorsichtig schon in Rente ist , hat man ein mögliches politisches Opfer gerettet.
    Bei Hartmann geht das nicht mehr ,ein Pädophiler mischt die SPD Truppe auf und am Ende wird Hartmann und Oppermann gehen müssen.
    Vermutlich auch Gabriel, der in Fahimi diese bissige Frau als Nachfolgerin gefunden hat, die Männer zum Trinker machen kann.

    Bundestag
    Schön zu sehen wie Merkel ihre Leute mit ihren Islamiaussagen tötet, wie in Hamburg. Wersich wird auf 19 % kommen wenn nicht weniger selbst mit Burka. und Kopftuch .. und Gabriel und Fahimi sind schon längst aus dem Sozialen Loch in die Vip Regionen aufgestiegen um
    Frauen noch reicher zu machen, die es auch allein könnten. Die beiden Parteien sind verbraucht , müde und am Ende.

    Das wissen sie auch und so kommen jetzt die Fahimi die um sich schlägt und Özgun die im Bundeskanzleramt als 2.Kanzlerin den Islam
    vertritt, der ja schon gleichberechtigt neben den GG steht mit dem Koran..

  • Ein schwarzer Tag für die SPD
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    Da haben also einige "Zeugen" Erinnerungslücken. Da ist es schon verwunderlich, dass sie sich noch an ihrem eigenen Namen erinnern können. Das gilt besonders für Johannes Kahrs.

    "Ein Totalausfall als Zeuge war nach Ansicht der Ausschussmitglieder der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs. Er gab an, sich nicht daran zu erinnern, wann er das letzte Mal mit Edathy gesprochen und wann er zum ersten Mal von den Kinderporno-Vorwürfen erfahren hatte. Selbst sein Parteikollege Uli Grötsch bezeichnete seine Gedächtnislücken als „riesengroß“."

    Kahrs ist Bundestagsabgeordneter. Wenn er so ein schlechtes Gedächtnis hat wie er behauptet, dann ist er für diesen Job nicht geeignet.

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